| |

Deutsches Technikmuseum - Gesichter Indiens

Navigationsmenüs


Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Foto: Portrait einer ernst, fast finster schauenden älteren Frau. Ihre faltige Stirn zeigt einen roten Punkt über der Nasenwurzel. Er bedeutet, dass sie verheiratet und noch nicht Witwe ist. Ihr Gesicht ist eingehüllt in ein Tuch mit Paisleymuster

Skeptische Frauenblicke

Foto: Drei etwa dreizehnjährige, fröhliche Jungen stehen im Türrahmen einer einfachen Berghütte. Der mittlere umarmt die beiden anderen. Ihr Kopfhaar ist geschoren, sie tragen einfache, dunkelrote Kutten und gelbe Unterkleider

Die meisten indischen Buddhisten leben in den Hochtälern des Himalayas, aber auch im Nordosten und im Süden gibt es Gemeinden

Foto: Portrait eines in spirituelles Gelb und Rot gekleideten alten Mannes mit langen Zöpfen in Haupthaar und Bart. Auf der Stirn hat er eine rotgelbe Zeichnung. Er schaut ernst, ist eventuell in Meditation versunken

Ein Wandermönch, Sadhu genannt, auf der Suche nach spiritueller Vollendung

Gesichter Indiens – Menschen vor der Kamera

Sonderausstellung in der Galerie der Fototechnik-Dauerausstellung

3. November 2009 bis 28. Februar 2010

Foto: Ein älterer Mann liegt schlafend in seiner Rikscha. Seine grauen Haare, ein Arm und seine Kleidung sind mit violetten Flecken übersät. Das Holi-Fest wird auch „Fest der Farben“ genannt

Ein Rikschafahrer in Ahmedabad erholt sich von den Strapazen des Holi-Festivals

Die Ausstellung zeigt etwa 80 farbige Porträts von Menschen aus dem Vielvölkerstaat Indien.
Der Amateurfotograf Helmut Schilke entdeckte in den 1980er Jahren seine Leidenschaft für das Reisen auf dem indischen Subkontinent. Vom Himalaya bis nach Varanasi, wo das Bad im Ganges die Erlösung vom ewigen Kreislauf des Lebens verspricht, hat er dort lebende Menschen und ihre besonderen Lebensumstände kennengelernt und fotografisch festgehalten.

Die Menschen

Schilke porträtierte Menschen jeden Alters aus den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen – beim Wäschewaschen und Baden im Fluss oder bei den Feierlichkeiten zum Frühlingsfest Holi, in ihrer Alltagskleidung oder im Festtagsgewand.

Auch die hinduistischen Bettelwandermönche, Sadhus genannt, standen ihm häufig vor der Kamera Modell. Besonders exotisch, mit europäischen Augen betrachtet, erscheinen die Naga Sadhus des Dashanami Ordens. Sie reiben sich mit heiliger Asche ein und sind oft nur mit einem Lendentuch oder gar nicht bekleidet. In früheren Zeiten haben sie gegen islamische Invasoren und während der Kolonialherrschaft gegen die Engländer gekämpft. Unter den heiligen Männern Indiens gehören sie zu den meistverehrten.

Foto: Familienportrait: Vater mit Turban, Mutter und kleine Tochter in farbigen Saris sitzen in einem Supermarkt. Hinter ihnen hohe Stapel aus Pepsi- und Coca Cola-Kästen

Musikantenfamilie in Rajasthan

Das Land

Indien ist ein Land mit einer kaum überschaubaren Vielfalt an Völkern, Sprachen und regionalen Besonderheiten. Als Republik mit 28 Bundesstaaten ist es mit 1,1 Milliarden Einwohnern der bevölkerungsreichste demokratische Staat der Erde. Es ist geprägt von massiven wirtschaftlichen und sozialen Gegensätzen: einerseits eine aufsteigende Wirtschaftsmacht, andererseits ein Land mit weit verbreiteter Armut, starker Überbevölkerung und Umweltverschmutzung sowie vielen ethnischen und religiösen Konflikten. Das tägliche Leben bestimmt der Hinduismus, zu dem sich 80 Prozent der Bevölkerung bekennen.

Der Fotograf

Helmut Schilke wurde 1953 in Emsdetten/Westfalen geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung war er viele Jahre in Düsseldorf im Waggonbau tätig. Er lebt seit 2002 in Berlin. Auf seinen mehrjährigen Reisen durch Indien gab er Englischunterricht in McLeod Ganj, dem Sitz des Dalai Lama, und ließ sich vom Buddhismus inspirieren. Seit einigen Jahren ist er bekennender Buddhist.