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Deutsches Technikmuseum Berlin - Wo sich Kunst und Mathematik begegnen

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Wo sich Kunst und Mathematik begegnen
- Festveranstaltung der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften im Deutschen Technikmuseum Berlin am 19.06.2008 -

Dass Mathematik und Kunst erstaunliche Verbindungen eingehen können, wird am 19. Juni 2008 der festliche Höhepunkt des Akademientages zur Mathematik beweisen. Im Lokschuppen des Deutschen Technikmuseums Berlin eröffnen Theater, Musik und Diskussionen überraschende Perspektiven auf mathematische Phänomene. Außerdem werden die Gewinner der Akademienpreisaufgabe bekannt gegeben. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und das Deutsche Technikmuseum Berlin laden Medienvertreter und Gäste ein, Mathematik als Kunst- und Kulturgut zu erleben.

Hintergrund zum Akademientag
Der Akademientag 2008 ist bereits die zweite große Gemeinschaftsveranstaltung aller acht in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zusammengeschlossenen Akademien. Den Auftakt bildete 2007 ein festlicher Abend im Berliner Pergamonmuseum zur „Entstehung des
Politischen im Alten Orient“, bei dem gleichzeitig die Ausstellung „Sprache – Schrift – Bild: Wege zu unserem kulturellen Gedächtnis“ eröffnet wurde. Sie stellte aktuelle Forschungsergebnisse der Akademien aus dem Gebiet des Alten Orients sowie des antiken Mittelmeerraums einem breiten Publikum vor.
Die Akademien wollen der Öffentlichkeit auch künftig ihren Sachverstand, ihre Ideen sowie ihre Forschungsergebnisse unter anderem durch eine jährlich stattfindende, zentrale Gemeinschaftsveranstaltung zugänglich machen. Dabei werden sie die Ergebnisse der Akademienforschung zu einem übergeordneten Thema präsentieren und ungewöhnliche Perspektiven auf vermeintlich Vertrautes bieten.
Beim Akademientag 2008 liegt der Fokus auf dem „Angstfach“ Mathematik, das – obwohl von den meisten Schülern wenig geliebt – unseren gesamten Alltag durchzieht. Selbst in der Kunst muss man mit Mathematik rechnen! Bereits am Nachmittag des 19. Juni 2008 wird das Gebäude der Berlin-Brandenburgischen Akademie zum Marktplatz der Mathematik: Ab 13 Uhr werden hier Vorträge,
Filme, Ausstellungen und Experimente Mathematik für alle Sinne erfahrbar machen. Schüler, Lehrer und weitere Interessierte sind gleichermaßen eingeladen, die Mathematik in all ihren Facetten und
Anwendungen für sich zu entdecken. Der Abend im Technikmuseum gehört der Begegnung von Mathematik und Kunst. Er wird der festliche Höhepunkt des Akademientages 2008 sein.

Grußworte
Prof. Dirk Böndel, Direktor der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin
Prof. Günter Stock, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Mathematik und Bildung
Ansprache des Präsidenten der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Prof. Günter M. Ziegler, Bekanntgabe der Gewinner der Akademienpreisaufgabe

Mathematik und Theater
Szenen aus „Der Beweis“ von David Auburn, gespielt von Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ unter der Regie von Prof. Hans-Jochen Menzel

Mathematik im Gespräch
Die „Kunst der Zahlen“ mit Prof. Don Zagier und Prof. Rudolf Taschner, moderiert von Prof. Caroline Lasser und PD Oliver Deiser (FU Berlin)

Mathematik und Musik
„Regulairregulair“ und „Versatzstücke – Satz 2 und Satz 4“ von Orm Finnendahl, gespielt von der Pianistin Heather O’Donnell
Anschließend Empfang in der Ausstellung zur Luft- und Raumfahrt des Deutschen Technikmuseums.

Künstler und Mitwirkende
Der Mathematiker Prof. Günter M. Ziegler ist seit 2006 Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und stellvertretender Sprecher der Berlin Mathematical School. Sein Fachgebiet ist die hochdimensionale Geometrie. 2001 erhielt Prof. Ziegler den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), 2008 bekommt er von DFG und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den Communicator-Preis.
Der Dramatiker David Auburn studierte an der University of Chicago und der New Yorker Juilliard School. Er lebt in New York City. Sein preisgekröntes und bekanntestes Stück „Der Beweis“ behandelt auf ungewöhnliche Weise die Frage „Was ist Wahrheit?“. Im Mittelpunkt stehen die Tochter eines
genialen, im Wahnsinn versunkenen Mathematikers und eine sensationelle Arbeit, die ein Schüler des Professors in dessen Schreibtisch findet. Die Tochter behauptet, sie sei die Autorin. Es entfaltet sich ein faszinierendes Kammerspiel um Schein und Sein, um Liebe und Vertrauen und letztlich auch um
Grenzerfahrungen der Mathematik. Studierende der Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ führen das Stück unter der Regie von Prof. Hans-Jochen Menzel auf.
Der Mathematiker Prof. Don Zagier ist Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts für Mathematik in Bonn sowie Professor am Collège de France in Paris. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Zahlentheorie, Theorie der Modulformen und Verbindungen zur Topologie.
Der Mathematiker Prof. Rudolf Taschner ist als außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Analysis und Technische Mathematik an der Technischen Universität Wien tätig. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit setzt er sich mit viel Engagement dafür ein, Mathematik den Menschen
näher zu bringen. 2004 wurde er von den österreichischen Wissenschaftsjournalisten zum Wissenschaftler des Jahres gewählt.
Der Komponist Orm Finnendahl studierte Komposition und Musikwissenschaft in Berlin und Stuttgart und besuchte 1988/89 das California Institute of the Arts in Los Angeles. Seit 2004 hat er eine Professur für elektronische Komposition und die Leitung des Studios für elektronische Musik an der Musikhochschule Freiburg inne. Seine Arbeit wurde mit verschiedenen Stipendien und Preisen
ausgezeichnet. In der Musik von Finnendahl steht neben ästhetischen Fragen auch die Auseinandersetzung mit formalen Modellen im Vordergrund, die der Mathematik entlehnt sind.
Der Akademientag wird als Beitrag zum Jahr der Mathematik–Wissenschaftsjahr 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Arbeitgeberverband GESAMTMETALL im Rahmen seiner Initiative THINK ING. (www.think-ing.de) gefördert.

Kontakt
Myriam Hönig, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Akademienunion
Tel. 030/325 98 73 70, hoenig@akademienunion-berlin.de