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Deutsches Technikmuseum - Wie soll die Stadt leuchten?

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Wie soll die Stadt leuchten - Gaslicht oder LED?

Grafik zur Veranstaltung: Mittig eine weiße Bruchlinie mit dem Titel. Links oben auf hellblauem Grund eine historische dreiarmige Straßen-Gaslaterne, rechts unten auf rot drei LED-Strahler.

Reihe "Forum Technoversum – die Zukunftsdebatte im Deutschen Technikmuseum"

Podiumsdiskussion
am 23. April 2015 um 19.00 Uhr mit

Dr. des. Nona Schulte-Römer (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung),
Udo Badelt (Gaslicht-Kultur e.V.) und
Prof. Dr. Stephan Völker
(TU Berlin)

Moderation: Marie Kaiser (radioeins)

Gaslaternen, Neon oder LED? Wie soll die Stadt beleuchtet werden? Welches Licht ist umweltfreundlich, atmosphärisch angenehm und zugleich sicher?

In Berlin ist seit einiger Zeit eine heiße Diskussion darüber entbrannt, wie der öffentliche Stadtraum sinnvollerweise beleuchtet werden soll. Auf der einen Seite machen sich Menschen für den Erhalt der historischen Gaslaternen stark. Auf der anderen Seite wird LED-Licht als zukunftsweisende Technik gepriesen. Wieder anderen erscheint dieses Licht als "zu kalt".

Über das richtige Licht für Berlin diskutieren Experten im Forum Technoversum.

Im Anschluss an die Diskussion laden wir zu einem geführten Rundgang über den LEDLaufsteg in der Ladestraße des Deutschen Technikmuseums ein.

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Datum Zeit Ort Einlass
Do, 23. April 2015 19.00 Uhr Foyer ab 18.30 Uhr
Grafik: Logo von Radio eins: Auf hellgrauem Hintergrund links das Wort "Radio" in schwarzen, rechts daneben das Wort eins in orangefarbenen Buchstaben und rechts oben in klein und orange das Kürzel rbb.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit radioeins.
Sie empfangen radioeins als Livestream im Internet unter www.radioeins.de, über Kabel und Satellit sowie im Digitalradio (DAB+).

Die Teilnehmer

Portraitfoto von Nona Schulte-Römer.

Nona Schulte-Römer © David Ausserhofer

Dr. des. Nona Schulte-Römer, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

"Die LED-Imitation der Berliner Gasbeleuchtung ist zwar nicht die effizienteste technische Lösung, aber ein kluger politischer Kompromiss – der eindrücklich zeigt, dass Städte und auch engagierte Bürger technologische Innovationen mitgestalten."

Nona Schulte-Römer beschäftigt sich aus techniksoziologischer Perspektive mit Innovationsprozessen in der städtischen Beleuchtung. In ihrer erst kürzlich abgeschlossenen Promotion mit dem Titel "Innovating in public" untersuchte sie die Einführung von LED-Technologie in Lyon, der französischen "Stadt des Lichts", und in der vergleichsweise dunklen "Gasopolis" Berlin.

Nona Schulte-Römer arbeitet seit 2008 am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Davor war sie journalistisch und im Kulturbereich tätig. Ihr Magisterstudium in den Fächern Theaterwissenschaft, Politik- und Kulturwissenschaften hat sie 2006 an der Humboldt-Universität zu Berlin abgeschlossen.

Portraitfoto von Udo Badelt

Udo Badelt © Mike Wolff

Udo Badelt, Gaslicht-Kultur e.V.

"Berlin beraubt sich, wenn es Gaslaternen durch andere Beleuchtungsformen ersetzt, ohne Not einer Attraktion, die in ihrer Dimension einzigartig ist, weil die Gasbeleuchtung in dieser Stadt gerade nicht auf wenige Orte mit touristischen Highlights beschränkt ist, sondern Nacht für Nacht den Alltag Hunderttausender Berliner prägt. Eventuelle Einsparungen werden mit dem Verlust eines Kulturgutes bezahlt. Der Preis ist hoch. Zu hoch.“

Udo Badelt stammt aus Nürnberg und hat in Düsseldorf und Berlin Germanistik und Geschichte studiert und bei der Märkischen Oderzeitung in Frankfurt (Oder) eine Ausbildung zum Tageszeitungsredakteur absolviert. Er lebt in Berlin und arbeitet für "Der Tagesspiegel" und die Zeitschrift "Opernwelt" als Kulturjournalist mit den Schwerpunkten Musik und Musiktheater.

Regelmäßig berichtet er aus dem Berliner Konzert- und Theaterleben, schreibt aber auch über Themen von architektonischer und städtebaulicher Bedeutung. Seit mehreren Jahren engagiert er sich außerdem als stellvertretender Vorsitzender im Verein Gaslicht-Kultur e.V., der sich für den Erhalt der Berliner Gas-Straßenbeleuchtung einsetzt.

Portraitfoto von Stephan Völker

Stephan Völker © Privat

Prof. Dr. Stephan Völker, TU Berlin

"Wissenschaft muss begreifbar sein, damit sie das Leben der Menschen wirklich verändern kann. Der LED-Laufsteg bietet eine große Chance, innovative Lichttechnik den Menschen nahezubringen und so das Stadtbild von morgen völlig neu zu gestalten."

Stephan Völker studierte in Ilmenau zunächst Energietechnik, beschäftigte sich nach seinem Studium als Assistent mit der Frage "Wieviel Licht braucht der Mensch an Industriearbeitsplätzen?" und wurde schließlich dort für das Gebiet der Lichttechnik promoviert. 1998 führte ihn sein Weg nach Ostwestfalen, wo er sein Wissen für die Bewertung und Auslegung von Kraftfahrzeuglichtverteilungen einsetzte.

Ab 2002 arbeitete er als Forschungsdozent in dem neugegründeten L-LAB (einer der ersten Public-Privat-Partnership zwischen der Uni Paderborn und der Hella KG in Deutschland), bevor er 2008 an die Technische Universität (TU) nach Berlin berufen wurde. 2000 erhielt er für seine Promotion den Helwig-Preis der Lichttechnischen Gesellschaft und 2006 den Deutschen Verkehrssicherheitspreis für seine Habilitation.

Porträitfoto von Marie Kaiser

Marie Kaiser © radioeins

Marie Kaiser, radioeins
moderiert das Streitgespräch.

Marie Kaiser, geboren 1981 in Potsdam, ist seit 2008 Redakteurin und Reporterin bei radioeins (Rundfunk Berlin-Brandenburg). Für radioeins hat sie lange die Wissenschaftssendung "Die Profis" betreut. Mittlerweile ist sie Redakteurin im "Schönen Morgen" und hat ihre eigene Kunstkolumne "art aber fair". 2010 erhielt sie den Kurt-Magnus-Preis, eine Auszeichnung der ARD für junge Hörfunkjournalisten.

Marie Kaiser hat in Weimar und Lyon (Frankreich) Europäische Medienkultur studiert.