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Deutsches Technikmuseum Berlin - Wertvolles Wellblech

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Wertvolles Wellblech - Deutsches Technikmuseum Berlin stellt Junkers F 13-Wrack aus Kanada in der Luftfahrt-Ausstellung vor -

Die Junkers F 13 zählt zu den Meilensteinen des deutschen Flugzeugbaus. Von 322 jemals gebauten Maschinen dieses Typs sind heute jedoch nur noch fünf Exemplare erhalten. Dem Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB) ist es nun nach mehr als 15jähriger Recherche und langwierigen Verhandlungen gelungen, ein Wrack der legendären F 13 nach Berlin zu holen. Die Großteile des Wracks werden den Besucherinnen und Besuchern zunächst in der Luftfahrt-Ausstellung des DTMB präsentiert. Parallel dazu soll die Rekonstruktion der Originalform aus den vielen Groß- und Kleinteilen begonnen werden – vergleichbar dem Zusammenfügen einer zerbrochenen antiken Vase. Für diese langwierige und aufwändige Rekonstruktion sucht das Technikmuseum nach Sponsoren und Partnern.

Erstes Verkehrsflugzeug aus Metall
Die Junkers F13 war das erste ganz aus Metall gefertigte Verkehrsflugzeug. Neben der bewährten Junkers-Wellblech-Bauweise, die einen Einsatz auch unter extremen klimatischen Bedingungen ermöglichte, überzeugte sie durch besonders große Wartungsfreundlichkeit sowie eine geschlossene Kabine mit bis dahin nicht gekanntem Reisekomfort. Sie kam weltweit zum Einsatz und 1925 betrug ihr Anteil am internationalen Verkehrsstreckennetz rund 40 Prozent.

Die Überreste des nun im Deutschen Technikmuseum Berlin ausgestellten Schwimmer- Flugzeugs stammen aus dem Western Canada Aviation Museum in Winnipeg/Kanada. Bereits seit mehreren Jahren steht der Leiter des Fachgebiets Luft- und Raumfahrt, Prof. Dr. Dr. Holger Steinle, mit dem kanadischen Museum in Kontakt, um das auf einem Außendepot abgestellte Flugzeug nach Berlin zu holen. Zuletzt hatten zolltechnische Schwierigkeiten die Überführung der F 13 verzögert.

Die Maschine mit der Werknummer 2050 war 1930 in Dessau unter dem Namen „Königsgeier“ ausgeliefert worden. Erster Eigner war die Firma Air Land Manufacturing in Vancouver. Die F 13 erhielt die Kennung CF-ALX und den Namen „City of Prince George“. Am 23. Juli 1933 stürzte das Flugzeug nach Baumberührung während des Starts ab. Die vier Insassen erlitten leichte Verletzungen und das schwer beschädigte Flugzeug blieb an der abgelegenen Unfallstelle zurück. Im Sommer 1981 barg das Western Canada Aviation Museum das Wrack. Im Deutschen Technikmuseum Berlin werden die Überreste nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.