Theorie des Schiffs
Das Modell der französischen Fregatte HÉBÉ (1782) wurde in der Tiefwasserrinne der TU Berlin geschleppt. Die dabei verschlierte Farbe zeigt Wasserablauf und Wirbelbildungen an
Der Schiffbau mit seinen komplexen Herausforderungen war jahrtausendelang eine reine Erfahrungsangelegenheit. Erst im 18. Jahrhundert wuchs die Bedeutung mathematischer Kenntnisse für Schiffskonstruktionen. In der Ausstellung erklären eine Reihe von Hands-on-Versuchen die auf den Schiffsrumpf wirkenden Kräfte, das Verhalten von Segelschiffen bei Wind und vieles mehr.
Vorgestellt wird auch das Forschungsprojekt der Abteilung Schifffahrt des Deutschen Technikmuseums. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin wurden hydrostatische und hydrodynamische Eigenschaften und die Segelleistung historischer Schiffe untersucht.
Seit etwa 6.000 Jahren werden auch Modelle von Schiffen gefertigt. Das Modul “Vielfalt im Schiffsmodellbau” zeigt verschiedenartige Modelle wie Voll-, Halb-, Wasserlinien-, Funktions- oder Werftmodelle. Ob als Schmuck, Spielzeug oder Tauschobjekt, für wissenschaftliche oder religiöse Zwecke, Modelle werden aus den vielfältigsten Materialien wie Holz, Metall, Bernstein, Perlmutt oder auch Nelken hergestellt. Hochwertiges Kunsthandwerk stellt die Sammlung von Tierknochenmodellen dar, die von französischen Seeleuten Anfang des 19. Jahrhunderts in britischer Gefangenschaft hergestellt wurden.
Während der Napoleonischen Kriege stellten französische Seeleute in britischer Kriegsgefangenschaft hochwertige Modelle aus Tierknochen und Elfenbein her
