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Deutsches Technikmuseum - Schienenverkehr

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Schienenverkehr: Züge, Loks und Leute

Foto: Besucher stehen im ehemaligen Fürstenportal des Anhalter Bahnhofs. Sie wirken sehr klein, weil das Portal aus gelbem Klinker fünf Meter hoch ist. Es war "hohen und höchsten Persönlichkeiten" wie dem Kaiser vorbehalten.

Fürstenportal des ehemaligen Anhalter Bahnhofs, 1880 © SDTB / Foto: C. Kirchner

Die Ausstellung befindet sich in den historischen Lokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerks Anhalter Bahnhof.

Außer der Geschichte der eindrucksvollen Fahrzeuge zeigt sie die Geschichte der Menschen, die mit der Bahn zu tun hatten – als Reisende und Bedienstete, als Aktionäre und Bauarbeiter, aber auch als Deportierte.

Zu sehen ist ein lebendiges Panorama, das deutlich macht, wie die Eisenbahn einerseits das alltägliche Leben geprägt hat und wie sich andererseits die politische und gesellschaftliche Geschichte Deutschlands im Eisenbahnwesen spiegelt.

Der Standort: Teil des legendären Anhalter Bahnhofs

Der Anhalter Bahnhof war einer der legendären Berliner Kopfbahnhöfe der Vorkriegszeit. Sein monumentales Empfangsgebäude wurde nach Kriegsschäden gesprengt, die beiden historischen Lokschuppen von 1874 mit ihren Drehscheiben wurden jedoch in den 1980er Jahren restauriert bzw. rekonstruiert.

Sie sind somit das größte Ausstellungsstück und erinnern an die aufwändige Infrastruktur, die nötig war, um das System Eisenbahn "am Laufen" zu halten.

Am Auftakt zur Ausstellung finden sich gerettete Fragmente des Anhalter Personenbahnhofs, deren künstlerischer Aufwand zeigt, welche Bedeutung das Verkehrsmittel im 19. Jahrhundert hatte.

Foto: Ansicht einer mächtigen Dampfschnellzuglok, Baujahr 1940, von schräg vorne. Die ansonsten schwarze Lok hat leuchtend rote Räder mit zwei Metern Durchmesser.

Ehemalige Stromlinien-Dampflok 01 1082 von 1940, eingesetzt bis 1975. © SDTB / Foto: C. Kirchner

Die Ausstellung: Originalfahrzeuge und Alltagsobjekte

Kern der Ausstellung sind mehr als vierzig Eisenbahnfahrzeuge: Lokomotiven und Wagen aus der Zeit von 1843 bis 1980, ergänzt um wertvolle historische Fahrzeugmodelle aus dem früheren Verkehrs- und Baumuseum.

Beides ist eingebettet in eine Vielzahl von Objekten, die verdeutlichen, wie Menschen mit und für die Eisenbahn lebten: Wagenabteile, Reiseandenken, Uniformen, Speisewagengeschirr, Koffer, Fahrkarten, Spielzeugbahnen ...

Eisenbahngeschichte wird so in eine Geschichte des Industriezeitalters eingeordnet und in 33 Stationen vorgestellt, die jeweils für markante Zeitabschnitte oder Ereignisse stehen.

Foto: Blick auf einen braunen alten Güterwagen mit Holzaufbau. Auf den Wänden sind Schwarz-Weiß-Fotos von Konzentrationslagern zu sehen.

Güterwagen als Symbol für die Beteiligung der Deutschen Reichsbahn am Holocaust © SDTB / Foto: C. Kirchner

Erinnerung: Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn 1941-1945

Bereits seit 1988 widmet sich die Ausstellung auch dem dunkelsten Kapitel der deutschen Eisenbahngeschichte, der Rolle der Reichsbahn bei der Ermordung europäischer Juden im so genannten Dritten Reich.

Die Ausstellungseinheit "Judendeportationen" präsentiert zwölf Berliner Einzelschicksale und zeigt Bilder, Landkarten und Fahrpläne. An einer Medienstation sind die einschlägigen Daten sämtlicher "Judentransporte" zwischen 1941 und 1945 abrufbar.

Foto: Blick in das "Holzklasse"-Eisenbahnabteil mit sehr einfachen Holzlattenbänken.

Holz- oder Polsterklasse? Musterabteile von 1905 zeigen soziale Unterschiede. © SDTB / C. Kirchner

Foto: Blick in das "Polsterklasse"-Eisenbahnabteil. Hier gibt es dicke gepolsterte Sitze, die mit weinrotem Samt bezogen sind. Auch die Tür und die Wände sind mit Samt bespannt und es gibt Gardinen für etwas Privatsphäre.