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Deutsches Technikmuseum - Schienenverkehr

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Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Schienenverkehr

Foto: Besucher stehen im Fürstenportal des zerstörten Anhalter Bahnhofs. Sie wirken klein, denn das Portal ist 5 m hoch. Dieser Eingang war in der Kaiserzeit den "höchsten Herrschaften" vorbehalten.

Fürstenportal des Anhalter Bahnhofs

Züge, Loks und Leute

Die Eisenbahn gehört in technischen Museen stets zu den beliebtesten Themen der Sammlung. Das Deutsche Technikmuseum hat seinen Standort auf dem historischen Gelände des Anhalter Güterbahnhofs und des Bahnbetriebswerks Anhalter Bahnhof. Deshalb ist seine Eisenbahnausstellung in den beiden Halbrundschuppen mit zwei Drehscheiben besonders umfangreich.

Berlin war das historische Zentrum des deutschen Eisenbahnnetzes. Daher wird neben der Geschichte der eindrucksvollen Maschinen auch die alltägliche Geschichte der Menschen gezeigt. Sie haben mit der Bahn als Reisende und Bedienstete, als Aktionäre und Bauarbeiter, aber auch als Deportierte zu tun gehabt.

Mehr als vierzig Eisenbahnfahrzeuge sind zu sehen: Lokomotiven und Wagen aus der Zeit von 1843 bis 1985, dazu Signale und Koffer, Uniformen und Fahrkarten, Reiseandenken und Speisewagengeschirr. Außerdem sind zahlreiche Alltagsobjekte aus den letzten beiden Jahrhunderten vorhanden, um das Thema in unsere Geschichte einzubetten.

Foto: Frontalansicht einer großen Dampflokomotive von 1911. Solche schwarzen Loks mit roten Rädern sind auch bei den heutigen Modelleisenbahnen die beliebtesten.

Schnellzuglok, 1939/58

40 Schienenfahrzeuge in Originalgröße

Standort ist der ehemalige Anhalter Güterbahnhof. Die Eisenbahn-Abteilung wurde ab 1987 als erster Bereich des Museums schon im endgültigen Zustand eingerichtet. Das "größte Ausstellungsstück" ist eine historische Lokschuppenanlage von 1874. Hier sind nicht weniger als 40 Schienenfahrzeuge in Originalgröße zu sehen. Dazu kommt eine Fülle von Modellen und kleinen Objekten. Wer will, kann unter einer Lokomotive hindurch wandern oder auf einen Dampflok-Führerstand klettern.

Foto: Kinder sitzen in einer kompakt gebauten kleinen Elektrolok von 1879

Elektrolok, 1879

Eisenbahngeschichte in 33 Stationen

Die Ausstellung ist in zeitlicher Reihenfolge in 33 "Stationen der Eisenbahngeschichte" gegliedert. Bedeutsamen Jahreszahlen folgend, wandern Besucherinnen und Besucher gleichsam durch die Zeiten von den Anfängen der Eisenbahn bis zum heutigen Tag. Der erste Lokschuppen enthält diese "Stationen" von 1800 bis 1914, der zweite Lokschuppen zeigt die "Stationen" von 1918 bis 2000.

Ein Thema wird besonders ausführlich dargestellt:

Foto einer Stoffbahn mit sogenannten Judensternen von 1941. Von Herbst 1941 bis zum Ende des 2. Weltkriegs mussten die meisten deutschen Juden diesen leuchtend gelben Stern sichtbar auf ihrer Kleidung tragen.

Stoffbahn mit sogenannten Judensternen aus dem Jahr 1941

"Judendeportationen" 1941-1945

Bereits seit 1988 widmet sich die Ausstellung dem dunkelsten Kapitel der deutschen Eisenbahngeschichte, der Rolle der Reichsbahn bei der Ermordung europäischer Juden im Dritten Reich. Die Ausstellungseinheit "Judendeportationen" präsentiert Bilder, Landkarten und Fahrpläne. An einer Medienstation sind die wichtigsten Daten sämtlicher "Judentransporte" zwischen 1941 und 1945 abrufbar.

Jugendstilplakat "Die schöne Eisenbahnreise" von 1935: Zeichnung einer elegant gekleideten blonden Dame, lässig am Zugfenster sitzend geniesst sie das beeindruckende Alpenpanorama. Vor sich hat sie das typisch bauchige Kaffeegeschirr der Bahn stehen.

Werbeplakat "Die schöne Eisenbahnreise", 1935

Einheit "Speisen auf Reisen" ist auf Wanderschaft

Die Ausstellungseinheit "Speisen auf Reisen" erzählt die Geschichte der Reiseverpflegung im Umfeld der Eisenbahn. Dabei wird die Entwicklung vom zeitaufwendigen Besuch der Bahnhofswirtschaft hin zur Einnahme eines Menüs während der Fahrt ebenso beschrieben wie die Geschichte bedeutender deutscher Speisewagengesellschaften. Ein Blick hinter die Kulissen stellt die Berufsgruppen vor, die im Speisewagen tätig waren.

Die Ausstellung war bis Ende 2009 im Berliner Technikmuseum zu besichtigen und war anschließend vom 28. Januar bis 11. April 2010 im DB Museum Nürnberg zu sehen.