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Deutsches Technikmuseum Berlin - Schauplatz Hörspiel - Bilder, Töne, Technik. örspielproduktion zum Sehen, Hören und Mitmachen

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

"Schauplatz Hörspiel - Bilder, Töne, Technik";
Hörspielproduktion zum Sehen, Hören und Mitmachen
Sonderausstellung von Deutschlandradio und Deutschem Technikmuseum Berlin
- 20. September 2005 bis 19. Februar 2006 -

„Zauberei auf dem Sender“ – so hieß das erste „Sendespiel“, das vor mehr als 80 Jahren im deutschen Rundfunk zu hören war. Im Zeitalter visueller Medien gehören Hörspiele, die früher Massen vor die Radios zogen, zum alten Eisen, könnte man meinen. Doch weit gefehlt! Das Hörspiel erlebt eine Renaissance. Allein mittels Sprache, Ton und Geräuschen lässt es virtuelle Welten entstehen, die nicht nur die Phantasie von Kindern herausfordert. Auch Erwachsene begeistern sich heute wieder mehr und mehr für Hörspielproduktionen – ob traditionell über das Radio ausgestrahlt oder auf Tonträger gebannt.

Die Ausstellung „Schauplatz Hörspiel“ von Deutschlandradio und dem Deutschen Technikmuseum Berlin eröffnet einen Blick auf die teilweise sehr aufwändige Produktionsseite von Hörspielen und präsentiert dazu Bilder, Töne und Technik. Im reizvollen Dreiklang durchleuchten diese Medien eine faszinierende Gattung und deren phantasieanregende Wirkung, ohne das Hörspiel dabei gänzlich zu entzaubern.

Hörspiel: Szenisches Spiel im Studio
Rund 50 künstlerische Schwarz-Weiß-Fotografien illustrieren die Arbeit von
Hörspielproduktionen. Sie sind zu Dokumentations- und Ausstellungszwecken bei Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk entstanden und zeigen Schauspieler/innen sowie Musiker/innen bei intensiver Arbeit im Studio, das gleichsam zur Bühne wird. Bekannte Gesichter aus Fernsehen und Theater sind zu entdecken, zum Beispiel Matthias Habich, Bruno Ganz oder Rosemarie Fendel, Henry Hübchen oder Fritzi Haberlandt. Sie und zahlreiche andere Schauspieler/innen kommen immer wieder gerne ins Studio, um den Charakteren verschiedener Hörspiele ihre Stimmen zu leihen. Die Hörspielarbeit ist eine Herausforderung für diejenigen, die gern mit den Möglichkeiten ihrer Stimme arbeiten, ohne sich zusätzlich auf Kostüme, Requisiten oder eine Kulisse verlassen zu können.

Vom „Sendespiel“ zum digitalen Hörspiel
Ein kurzer Rückblick auf die Geburtsstunde des Hörspiels in Deutschland verweist auf die rund 80jährige Geschichte dieser einzigartigen Kunstgattung, die der Rundfunk hervorgebracht hat. Das erste so genannte Sendespiel wurde am 24. Oktober 1924 ausgestrahlt. Überraschend zeigt sich beim Vergleich der alten mit den neuen Produktionsfotos, wie wenig sich über 80 Jahre hinsichtlich der Arbeitsweise verändert hat. Die bedeutendsten Entwicklungen vollzogen sich im Bereich der Technik. Exponate wie Mikrofone und Aufzeichnungsgeräte aus den 1920er Jahren bis heute zeichnen den Weg von der Live-Aufführung zur digitalen Aufnahmetechnik nach.

Hörspiel interaktiv
Neben den Fotografien und Exponaten bietet die Ausstellung aber auch Hörstationen und interaktive Elemente. Sechs bequeme Ton-Sessel laden zum ausführlichen Zuhören ein. Die ausgewählten, teilweise preisgekrönten Beispiele dokumentieren alle Facetten einer Hörspielproduktion. Hier kann man unterschiedlichen Deutschlandradio-Produktionen für verschiedene Zielgruppen lauschen, darunter ein Kinderhörspiel, ein Krimi, aber auch eine Collage von
typischen Hintergrundgeräuschen und Tönen aus dem einzigartigen Geräuschearchiv des Senders. In mehreren Bereichen können die Besucherinnen und Besucher außerdem mit einfachen Mitteln die Geräusche von Schnee, Regen oder Feuer imitieren und sich so spielerisch mit der Arbeit eines professionellen Geräuschemachers auseinandersetzen, dessen Handwerk oft entscheidender Bestandteil einer Hörspielproduktion ist. Geräusche können beispielsweise Handlungen verdeutlichen (gehen, laufen, Treppen steigen u.a.) oder Räume andeuten (z.B. Küche, Treppenhaus, Kirche u.a.).

Zusätzliches Begleitprogramm
Wegen der Verlängerung der Ausstellung werden zwei weitere Termine der überaus beliebten Geräusche-Vorführungen von Hans Cybinski, Geräuschespezialist von Deutschlandradio, angeboten:

Welche Geräusche macht Schnee? - Ein Geräuschemacher zeigt sein Handwerk.
So., 12.03., 14:30
So., 9.04., 14:30
Ort: Ausstellung, keine Anmeldung erforderlich, Preis: Museumseintritt

Ebenso findet der Geräusche – Workshop für Kinder an sechs zusätzlichen Terminen statt:
Di., 28.03., 10:00 – 11:00
Fr., 31.03., 10:00 – 11:00
Di., 04.04., 10:00 – 11:00
Fr., 07.04., 10:00 – 11:00
Di., 25.04., 10:00 – 11:00
Fr., 28.04., 10:00 – 11:00
Unter Anleitung des Kinderfunk-Moderators Christian Neugebauer wird das Hörspiel „Die Reise im Zug“ mit selbstgemachten Geräuschen vertont. Das Hörspiel kann anschließend erworben werden.