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Deutsches Technikmuseum - Mathematik und Informatik

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Mathematik und Informatik

Schwarzweiß-Foto: Konrad Zuse steht vor der Z4 und legt einen Programmstreifen in das Programmwerk ein.

Konrad Zuse an der Z4, 1944 © Horst Zuse

Der erste Computer – Konrad Zuse und der Beginn des Computerzeitalters

Die ersten Computer der Welt wurden in Berlin gebaut. Diese Tatsache ist für viele Menschen überraschend, werden doch oftmals die USA als Wiege der digitalen Revolution angesehen.

Das Computerzeitalter begann jedoch tatsächlich in den 1930er Jahren in Laufentfernung zum Deutschen Technikmuseum: In Berlin-Kreuzberg baute der Tüftler Konrad Zuse die ersten Computer der Welt.

Aus Anlass seines 100. Geburtstags präsentiert die Abteilung Mathematik und Informatik seit 2010 eine interaktive Dauerausstellung: Auf rund 300 qm werden in sechs Themeninseln Leben und Werk Konrad Zuses vorgestellt und in die weltweite Technikgeschichte eingeordnet.

Zur Zeit sind die Nachbauten von Konrad Zuses Z1 und Z3 gemeinsam im Deutschen Technikmuseum zu sehen und Prof. Horst Zuse, Sohn des berühmten Computerpioniers, führt die Z3 persönlich vor.

  1. Die Z1 – der erste Computer der Welt
  2. Computerbau im II. Weltkrieg – Zuse und seine Erfindungen 1939 – 1945
  3. Die Zuse KG – Eine westdeutsche Unternehmensgeschichte
  4. Der Erfinder Konrad Zuse – Vom ersten Schachprogramm bis zum Helixturm
  5. Der Künstler Konrad Zuse
  6. Meilensteine der Computergeschichte

Kinder und Jugendliche können außerdem in einem eigens für sie gestalteten Mitmachbereich Grundlagen und Funktionsweisen des Computers kennen lernen.

Foto: Das Rechenprogramm wurde in einen Filmstreifen gelocht. Er wird mit Hilfe von Zahnrädern wie in einem Projektor weiterbewegt.

Programmwerk am Nachbau der Z1 © SDTB / C. Kirchner

Die Z1, der erste Computer der Welt

Um die von ihm als lästig empfundenen statischen Berechnungen zu automatisieren, entwickelte der damals 26-jährige Bauingenieur 1936 eine frei programmierbare mechanische Rechenmaschine – die Z1, den ersten Computer der Welt.

Die Maschine arbeitete – und das war völlig neu – mit binären halblogarithmischen Zahlen. Die Programme entsprachen der Booleschen Aussagenlogik (Schaltalgebra).

Die originale Z1 wurde bei einem Bombenangriff auf Berlin zerstört. 1989 baute Konrad Zuse sie für das Deutsche Technikmuseum nach.

Computerbau im Krieg

Ab 1939 verbesserte Konrad Zuse seine Computer wesentlich hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Er entwickelte die elektromechanischen Computer Z3 und Z4 und begann mit der Arbeit an der weltweit ersten höheren Programmiersprache "Plankalkül". Die Ausstellung stellt die Erfindungen Zuses in den Kontext der Zeit und macht deutlich, dass der Krieg ihm zwar einerseits den Computerbau erschwerte, er aber andererseits auch von den Rüstungsaufträgen der Nationalsozialisten profitierte.

Ideenreicher Unternehmer und begabter Künstler

Der Erfinder Zuse war zugleich ideenreicher Unternehmer und begabter Künstler. Er gründete die weltweit erste Computerfirma. In der Ausstellung sind alle wichtigen in der Zuse KG entwickelten Rechner im Zusammenhang mit der Firmengeschichte zu sehen. Sie zeigt auch die andere Seite des genialen Technikers: seine abstrakten und expressiven Gemälde.

Hits mit Bits

Zahlreiche Zuse-Rechner mit ihren Relais, Elektronenröhren und Transistoren machen neugierig auf die Funktionsweise der Maschinen in der Pionierzeit des Computers. Multimediale Installationen und Mitmachstationen für Kinder und Jugendliche ermöglichen eine aktive Auseinandersetzung mit den Grundlagen moderner Computertechnik. Die oft rätselhafte Funktionsweise des Computers, sozusagen sein verborgenes Innenleben, wird erfahrbar und nachvollziehbar.

Werbegrafik zur Z25 bzw. Zuse 25, 1964: rechts symbolisieren 5 Rechtecke ein Rechenzentrum bzw. die Z25, jedes Rechteck füllt ein Buchstabe und das letzte die 25. Links  modernste Techniksymbole wie Flugzeug, LKW, Lokomotive und ein Fabrikgebäude.

Das Arbeitsgebiet der Abteilung Mathematik und Informatik : Informationsverarbeitung und Automatisierung

Das Wort "rechnen" bedeutet ursprünglich so viel wie “in Ordnung bringen”. Die Ordnung der Dinge durch Zählen, Messen und Vergleichen gehört zu den ältesten menschlichen Errungenschaften. Schon in den frühen Hochkulturen vor mehr als 6000 Jahren lassen sich Rechenhilfsmittel nachweisen. Die Automation von Arbeitsschritten begann ebenfalls schon im Altertum. Die ersten Rechenmaschinen entstanden im 17. Jahrhundert und der erste Computer 1936.

Heute ist unser Alltag ohne Automaten und Computer nicht mehr denkbar. Die rasante Entwicklung der Computertechnologie hat unser Leben grundlegend verändert. Das hat zu Begeisterung, aber auch zu Verunsicherung geführt. Öffentliche Debatten über Datenschutz oder Internetzensur verdeutlichen die Herausforderungen der modernen Informationsgesellschaft.