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Deutsches Technikmuseum - PM: Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme

Ausstellung zur vernetzten Welt auf 1.600 m2 im Deutschen Technikmuseum in Berlin

Ab 9. September 2015 in der historischen Ladestraße des Museums

Die Welt ist vernetzt. Informations- und Kommunikationsnetze sind heute allgegenwärtig. Doch wie funktionieren diese Netze? Wie verändern sie unseren Alltag? In der Ausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ in der Ladestraße des Deutschen Technikmuseums in Berlin werden ab dem 9. September auf 1.600 Quadratmetern 200 Jahre technische Vernetzung lebendig. Ausgangspunkt ist das Internet als „Netz der Netze“, das mittlerweile die Funktion und Infrastruktur vieler älterer Informations- und Kommunikationsnetze übernommen hat. Ausgehend von alltäglichen Anwendungen wie Nachrichten, Navigation, Einkaufen oder Spielen, werden die modernen Techniken ebenso wie die historische Entwicklung dargestellt. Die Ausstellung bietet Pfade in die Vergangenheit der Kommunikations- und Informationstechnologien, zu Telegrafie und Telefon, zu Karteikasten und Hyperlink. So wird in der historischen Rückschau deutlich, dass der Wunsch nach Austausch und Vernetzung schon lange vor dem Internet ein starkes menschliches Grundbedürfnis war.

Die drei Hauptbereiche und neun Themeninseln

Bei dem Prozess der Vernetzung sind drei Faktoren wesentlich, die sich in den Hauptbereichen der Ausstellung widerspiegeln: Erstens die Nutzer, die miteinander in Kontakt treten (dargestellt im Ausstellungsbereich „CONNECT. Wir sind das Netz“), zweitens die der Übermittlung dienende Infrastruktur („BACKBONE. Netztechnik“) und drittens das vermittelte Wissen („INFORMATION. Wissen im Netz“).

Neun kleinere Bereiche zeigen anhand exemplarischer Anwendungen von Netztechnologien, wie sich die zunehmende Vernetzung in unterschiedlichen Lebensbereichen auswirkt. Diese Themeninseln sind: „MAPS. Karten machen mobil“, „MUSIC. Musik durchs Netz“, „OFFICE. Das mobile Büro“, „SHOPPING. Online einkaufen“, „SNAPSHOT. Bilder mit Mehrwert“, „GAMES. Ins Netz gespielt“, „HOME. Das vernetzte Haus“, „NEWS. Keine Nachricht ohne Netz“ und „WEATHER. Wetter vorhersagen“.

Spannende Objekte und Hands-on-Stationen

„Das Netz“ bietet rund 550 Exponate, darunter eine Fülle außergewöhnlicher Objekte, die die Besucher quer durch die Geschichte der technischen Vernetzung führen: Sei es der Datenkrake Otto, Star zahlreicher „Freiheit-statt-Angst“-Demonstrationen für einen starken Datenschutz, ein Abschnitt des ersten Transatlantik-kabels aus dem Jahr 1858 oder ein Flirttelefon aus dem legendären Berliner Ballhaus Resi aus den 1950er Jahren. In der Ausstellung wird auch das Motherboard eines HP Compaq 8200 Elite PC gezeigt, das die britische Zeitung „The Guardian“ im Jahr 2013 auf Druck von Regierung und Geheimdiensten lieber zerstörte als ihre Quelle, Edward Snowden, zu kompromittieren.

Zahlreiche Medienstationen und Hands-on-Objekte laden zum Mitmachen ein. Die Besucher können zum Beispiel ganz analog an einer Telefonvermittlungsanlage aus dem Jahr 1952 miteinander in Kontakt treten.
An einer anderen Station haben sie die Möglichkeit, selbst die Arbeit eines Computers zu übernehmen und einzelne Buchstaben in den digitalen ASCII-Code umzuwandeln, der dann per Lichtimpuls durch ein Glas-faserkabel geschickt wird. Die Ausstellung ist durchgängig zweisprachig, deutsch und englisch.

Die Zielgruppen – Raum für Diskussion und Austausch

Zielgruppen der Ausstellung sind Familien und Schulklassen. Aber auch allgemein interessierte Einzel-besucher und Menschen, die sich bereits mit Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt haben, werden in der Ausstellung viel Spannendes entdecken können. Die Klasse 10 B mit ihrem Lehrer Alexander Sobtzick der Oberschule Fredersdorf-Vogelsdorf hat die Ausstellungsentwicklung begleitet und die Ausstellungsmacher mit Blick auf die Zielgruppe Jugendliche beraten.

Die Ausstellung wirft viele Fragen auf – zum Beispiel: Warum ist es für mich so wichtig, ständig online zu sein? Wie war es früher ohne Mobiltelefone, als es noch lange Warteschlangen vor Telefonzellen gab? Wer kontrolliert eigentlich die Inhalte, die uns über das Internet als Wissen vermittelt werden? – und bietet viel Raum für Diskussion und Austausch. Zu Beginn und am Ende der Ausstellung laden Tribünenstufen dazu ein, Platz zu nehmen. An zentraler Stelle befindet sich ein Sitzbereich, an dem die Besucherinnen und Besucher sich sammeln und austauschen können.

Begleitprogramm

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm – von Führungen für Schulklassen, Familien und Erwachsene über Workshops, in denen Kinder beispielsweise lernen, Roboter zu programmieren oder mit den Fallstricken des Internets umzugehen, bis hin zu einem Wissenschaftstheater zum Thema Internet.

Der Ausbau Ladestraße

Ort der Ausstellung ist die historische Ladestraße des Deutschen Technikmuseums. Dort wurden auf einer Länge von 200 Metern vier ehemalige Lagerhallen des früheren Anhalter Güterbahnhofs für die Ausstellung und weitere Räume für Sonderausstellungen, Bildungsangebote und eine Gastronomie ausgebaut. Damit ist ein wichtiger Bauabschnitt des Ladestraßen-Areals des Deutschen Technikmuseums abgeschlossen. Hier, in direkter Nachbarschaft zum Hauptgebäude des Museums und zum Park am Gleisdreieck, will das Museum auch in Zukunft noch weiter wachsen.

Auszeichnungen

Die Ausstellung „Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme“ ist ein ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2015. Unter dem Motto „Stadt, Land, Netz! Innovationen für eine digitale Welt“ wurden hier für das Jahr 2015 hundert innovative Projekte ausgezeichnet, die die digital vernetzte Welt von morgen gestalten.

Förderung

Der Ausbau und die Ausstellung werden mit einer Summe in Höhe von 9.995.000 Euro gefördert. Die Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) betragen hiervon 3.955.000 Euro.
Die Kofinanzierung hat die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin mit einem Betrag in Höhe von 6.040.000 Euro übernommen.
Auf die Ausstellung selbst entfallen von der Gesamtsumme rund 2,2 Mio. Euro, der Rest wurde für den Ausbau verwendet.

EFRE, Europäische Union - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, Investition in Ihre Zukunft
be Berlin
Lotto Stiftung Berlin

Medienpartner

radioeins, rbb
GEOlino

 

Weitere Informationen zur Ausstellung auf der Homepage des Deutschen Technikmuseums:

sdtb.de/Das-Netz.2474.0.html





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    MI: Das Netz. Menschen, Kabel, Datenströme

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    MI: Historischer Lageplan "Das Netz"

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    MI: Das Begleitprogramm zur Ausstellung "Das Netz"

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    MI: Zahlen, Daten und Fakten

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    MI: Chronik - Deutsches Technikmuseum

  • Die britische Zeitung "The Guardian" erhielt Edward Snowdens NSA-Daten, um darüber zu berichten. Auf Druck von Regierung und Geheimdiensten zerstörte der Guardian lieber alle Geräte, die mit den Daten in Berührung gekommen waren, statt seine Quelle Snowden zu kompromittieren.
(Bereich News)

Leihgabe: Guardian News & Media Archive, London, GB

    Logic Board, HP Compaq 8200 Elite PC, ...

  • Der erste große Schritt zur weltweiten Vernetzung war dieses unscheinbare Kabel. Im August 1858 wurden darüber die ersten Worte zwischen Europa und Nordamerika telegraphiert. Nachrichten konnten nun in Sekundenschnelle den Ozean durchqueren. (Bereich Backbone)

    Abschnitt des ersten Transatlantikkabels, 1858

  • Wenn Überwachung Alltag wird, muss Mode die Privatsphäre schützen, meint Künstler Adam Harvey (USA). Der Kapuzen-Umhang lässt keine Wärme durch die Metallbeschichtung. Für Wärmebildkameras, zum Beispiel in Militärdrohnen, ist man damit unsichtbar. (Bereich Snapshot)

    "Anti-Drone" Hoodie, Adam Harvey, 2013

  • Diese Tischtelefone stammen aus dem ehemaligen Berliner Ballhaus "Resi". Sie dienten der ersten Kontaktaufnahme im Tanzlokal. Am Telefon konnte man unverbindlich flirten oder jemand abblitzen lassen ohne die Anstandsregeln zu verletzen. (Bereich Connect)

    Flirttelefon aus dem Berliner Ballhaus

  • Dieser selbst gebaute WLAN-Bollerwagen diente als mobiler Netzzugang auf den Freiheit-statt-Angst-Demonstrationen. Diese richten sich gegen die Überwachung und Kontrolle des Internets durch den Staat und große Unternehmen. (Bereich Backbone)

    Bollerwagen mit solarbetrieben Wlan-Router, um 2012

  • Das Gerät kombiniert einen Wecker mit elektrischem Wasserkocher und einer Teekanne. Abends eingestellt und befüllt, war der Tee morgens automatisch fertig, wenn der Wecker klingelte. In England war der "Teasmade" in den 60er Jahren besonders populär. (Bereich Home)

    Teekochapparat Goblin, 1960er Jahre

  • Als "Datenkraken" werden Firmen und Institutionen bezeichnet, die Informationen von Menschen im großen Stil sammeln und auswerten. Ab 2008 nahm Otto als Protestsymbol gegen zunehmenden Datenmissbrauch und Überwachung an zahlreichen Demos teil. Material: Rattanskelett mit Stoffüberzug, Tentakelspannweite 18 Meter (Bereich Information)

    Datenkrake "Otto" in der Ladestraße

  • Die Welt ist vernetzt: Die Ausstellung "Das Netz" zeigt, wie die technische Vernetzung unseren Alltag verändert hat - nicht erst seit dem Internet. (Bereich Backbone)

    Illustration zur Ausstellung

  • Die Welt ist vernetzt: Die Ausstellung "Das Netz" zeigt, wie die technische Vernetzung unseren Alltag verändert hat - nicht erst seit dem Internet. (Bereich Backbone)

    Illustration zur Ausstellung

  • Hier wird die große Vielfalt historischer und aktueller Endgeräte gezeigt: Vom Zeigertelegraph aus dem 19. Jahrhundert bis zu einer heutigen Smartwatch.

    Jugendliche vor einer Großvitrine mit historischen und ...

  • Hier wird die große Vielfalt historischer und aktueller Endgeräte gezeigt: Vom Zeigertelegraph aus dem 19. Jahrhundert bis zu einer heutigen Smartwatch.

    Jugendliche vor einer Großvitrine mit historischen und ...

  • Das acht Meter lange Original dieser Wendelantenne aus den 1960er Jahren ist ebenfalls in der Ausstellung zu zusehen. Diese Antenne empfing Bilder amerikanischer und europäischer Wettersatelliten.

    Tastmodell einer Wettersatelliten-Antenne

  • Hier wird gezeigt, wie früher Telefongespräche automatisch vermittelt wurden. Über Wählscheibentelefone können sich die Besucher gegenseitig anrufen. Dann sehen und hören sie, wie einzelne "Hebdrehwähler" die Telefone elektromechanisch miteinander verbinden.

    Telefonieren wie früher: mit alten Telefonen und ...

  • An der Hands-on Station "Glasfaserübertragung" erfahren die Besucher, wie Nachrichten durch Glasfaserkabel gesendet werden. Dabei müssen sie selbst die Arbeit des Computers übernehmen und einzelne Buchstaben in einen digitalen ASCII-Code umwandeln.

    Kinder testen den Computercode

  • Hören, Sehen, Staunen: An 70 Medienstationen werden  Ausstellungsinhalte medial vermittelt.

    Jugendlicher an einer Medienstation