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Deutsches Technikmuseum Berlin - Origami-Flieger auf großer Reise durchs Universum

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Origami-Flieger auf großer Reise durchs Universum
- Übergabe eines "Orispace"-Prototypen der Japan Origami Paper Airplane Association an das Deutsche Technikmuseum Berlin am 17.06.2008 -

Am 17. Juni 2008 erwartet das Deutsche Technikmuseum Berlin Besuch aus Japan: Takua Toda, Chairman der Japanischen Origami Paper Airplane Association (JOPA), übergibt dem Museum einen Prototypen des sogenannten Orispace für die zukünftige Ausstellung zur Papiertechnik.
Nach einer Vorstellung des Projektes demonstriert Toda die sehr aufwändige und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Falttechnik des Mini-Objektes in Form eines Space-Shuttles. Mit Unterstützung der japanischen Weltraumbehörde soll 2010 der „Orispace“ mit einer Friedensbotschaft von der Internationalen Raumstation (ISS) seinen Flug zur Erde antreten.

„Orispace“ im Windkanal
Das kleine, ziemlich verbeulte Ausstellungsobjekt (8 cm) hat schon Einiges hinter sich: Ende 2007 wurde es in einer ersten Versuchsreihe in einem Hochgeschwindigkeitswindkanal der Universität von Tokio unter Einwirkung von Druck und Hitze getestet. Dabei überstand es Windgeschwindigkeiten
von bis zu etwa 8600 km/h („Mach 7“) und eine aerodynamische Hitzeentwicklung von etwa 200 Grad Celsius – aufgrund einer chemischen Spezialbehandlung zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Papiers
gegen Hitze und Wasser. Diese und weitere Forschungen tragen dazu bei, ein besseres Modell zu entwickeln.

„Orispace“ im All
Im Jahr 2010 wird es dann ernst: Ein etwa 20 cm großes und 30 g leichtes „Orispace“ soll mit Unterstützung der japanischen Weltraumbehörde (JAXA) von der Internationalen Raumfahrtstation (ISS) auf „große Fahrt“ gehen. In der japanischen Tagespresse wurde Shinji Suzuki, Professor am Institut für Aeronautik und Raumfahrt an der Universität in Tokio, mit der Hoffnung
zitiert, dass „sich die Crew der ISS mit dem Experiment identifiziere und beispielsweise, bevor sie es starten lassen, eine Friedensbotschaft auf das Flugzeug schreiben werde. Man wisse zwar nicht, wo das Flugzeug landen werde, der Finder soll aber in jedem Fall eine persönliche Nachricht erhalten.“ Deshalb wird das Papiermodell mit einer Beschriftung in mehreren Sprachen sowie der Adresse des Absenders ausgestattet.

„Ultraleichtflieger“ als Wiedereintritts-Fahrzeuge
Das Interesse der Luft- und Raumfahrtsingenieure und Origami-Spezialisten ist rein wissenschaftlich: Von der Origami-Papiertechnik erhofft man sich Erkenntnisse über die Hitzeabschirmung, die ein ernstes Problem der „großen“ Raumfahrzeuge ist. Ein weiterer Fokus liegt in der zukünftigen Konstruktion von „Ultraleichtfliegern“ für Wiedereintritts-Fahrzeuge.

Vorschau Zukünftige Ausstellung zur Papiertechnik
Im Vordergrund der neu gestalteten Ausstellung „Papiertechnik“ werden ab Herbst 2008 Informationen und Objekte aus der Geschichte dieses über 2000 Jahre alten Beschreibstoffes stehen sowie die Frage, wie sehr das Thema „Papier“ auch noch im digitalen Zeitalter unseren Alltag bestimmt. Mit noch mehr Schöpfplätzen kann auch wieder Papier geschöpft werden.

Akkreditierung unter: info@sdtb.de

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