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Deutsches Technikmuseum - Orenstein & Loewe

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Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Schwarzweißfoto: Portrait von Carl Schapira mit Hut

Der Ingenieur Carl Schapira (1879-1957) wurde 1933 aus dem Vorstand der Firma Telefunken vertrieben. Über Madrid flüchtete er 1941 nach New York.
© AEG-Telefunken-Archiv/SDTB

Foto des Lichtbogensenders

Carl Schapira erfand 1906 einen Lichtbogen-Sender zur Funkübertragung von Tönen: der Beginn des drahtlosen Telefons.
© Wolfgang Thelen

Foto: Der Rumpler-Tropfenwagen im Windkanal. Die Luftströmungen sind kunstvoll neonblau ausgeleuchtet

Der Rumpler-Tropfenwagen in der Luftfahrtausstellung
© SDTB / C. Kirchner

Schwarzweißfoto: Vater und Tochter begutachten das Modell des Tropfenwagens.

Der Flugzeug- und Auto- mobilkonstrukteur Edmund Rumpler (1872-1940) und Tochter mit einem Modell des Tropfenwagens. Er wurde nach 1933 aus dem Beruf gedrängt.
© SDTB

"Orenstein & Loewe:
20 deutsch-jüdische Ingenieure, Erfinder und Fotografen 1933 – 1945"

Sonderausstellung vom 20. Februar 2013 bis 30. März 2014

Schwarzweißfoto: Alfred Orenstein, ein junger Mann im Anzug, schaut zuversichtlich in die Kamera

Der Berliner Lokomotiv- und Waggonfabrikant Alfred Orenstein (1885-1969), um 1930 © Privat

In Bildern, Texten und Objekten stellt diese Sonderausstellung 20 Biografien von Männern aus jüdischen Familien vor, deren Leben und Wirken mit den Inhalten des Deutschen Technikmuseums eng verknüpft sind.

Hinter großen Namen der Technikgeschichte stehen Menschen, deren Lebensleistungen während der NS-Zeit zerstört wurden – zum Beispiel der Radiofabrikant Manfred Aron, der Pharmazeut Arthur Eichengrün, der das Aspirin mit entwickelt hat, der Fotograf Fritz Eschen oder der Erfinder und Journalist Georg Rothgießer.

Grafik: Logo des Themenjahres: Oben in schwarzer Schrift die Worte "Zerstörte Vielfalt", die Silbe "Viel" ist rot durchgekreuzt. Unterzeile in roter Schrift - Berlin 1933, 1938, 1945

Schwarzweißfoto: Siegmund Loewe sitzt in weißem Kittel an seinem Arbeitstisch. Links ein Messgerät

Der Rundfunkpionier Siegmund Loewe (1885-1962), 1927 © SDTB / Foto: Historisches Archiv, Sammlung Goebel

Folgen der Machtübergabe an Adolf Hitler und die NSDAP

Ob ein deutscher Ingenieur, Erfinder, Fotograf oder Unternehmer jüdischen Glaubens war oder jüdische Vorfahren hatte, spielte bis zum Jahr 1933 kaum eine Rolle.
Das änderte sich vor nunmehr achtzig Jahren mit der Machtübergabe an Adolf Hitler und die NSDAP. Bald nach dem 30. Januar 1933 wurden im Deutschen Reich die jüdischen Bahnbeamten entlassen, jüdische Fotografen und Radioproduzenten boykottiert sowie jüdische Zuckerfabrikanten verdrängt.

Fünf Jahre später, am 9. November 1938, war antisemitische Politik zum Alltag geworden – unter anderem für zahlreiche deutsche Juden, die beispielsweise als Erfinder und Ingenieure und damit auf den heutigen Sammelgebieten des Deutschen Technikmuseums tätig waren. Die "Arisierung" des Wirtschaftslebens entzog ihnen die Existenzgrundlage und alle Rechte. Wer konnte, versuchte noch zu emigrieren. Im Oktober 1941 setzten die Deportationen aus dem Reich in die Vernichtungsstätten ein. Nur wenige europäische Juden erlebten 1945 das Kriegsende.

Teil des Berliner Themenjahres
Die Ausstellung ist Teil des Berliner Themenjahres 2013 "Zerstörte Vielfalt". Sie wurde von vielen Museumsmitarbeitern gemeinsam entwickelt und ist dezentral über die verschiedenen Abteilungen des Museums verteilt.

Farbfoto: Titelblatt der Zeitschrift mit 20 Portraitfotos

Das Themenheft (48 Seiten) zur Ausstellung "Orenstein & Loewe" ist für 5,00 Euro im Museumsshop erhältlich.

Headerfoto: Rundfunkempfänger Nora "K4W" von 1928, Hersteller Radiofabrikant Manfred Aron (1884-1967)
© SDTB / Foto: C. Kirchner