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Deutsches Technikmuseum - Objekt des Monats

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Objekt des Monats

Außergewöhnliche und lustige Exponate: von der zerbrochenen Mitropa-Kaffeekanne bis hin zum "Goldfischglas" für Stewardessen

Jeden Monat gibt es eine neue Überraschung im Deutschen Technikmuseum zu entdecken: das Objekt des Monats. Direkt im Eingangsbereich des Hauptgebäudes, an der Gabelung zwischen Lokschuppen und Neubau, präsentiert das Museum in einer besonderen Vitrine jeden Monat ein neues Exponat. Die Objekte sind nicht die üblichen Museumsstücke; sie sind entweder besonders außergewöhnlich oder sie brechen die Ausstellungspraxis auf ironische Weise.

Ganz konkret gebrochen oder besser zerbrochen ist das erste Objekt des Monats: eine Kaffeekanne von der "Mitropa", bei der nur durch die Beschädigung das keramische Material unter der Glasur erkennbar wird. Informationen zu der Bedeutung dieser Glasur und ihrer historischen Entwicklung ergänzen das Exponat.

Die Präsentation wird jeweils nach etwa vier Wochen durch ein neues Schaustück ersetzt. Auf dem Plan sind unter anderem eine an Goldfischgläser erinnernde Schutzhaube für Stewardessen und sogenannte Opiumgewichte in Tierform. Auch ein astronomisches Instrument, das die Wissenschaftler in der zur Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin gehörigen Archenhold-Sternwarte bislang nicht eindeutig bestimmen konnten, wird hier gezeigt.

Objekt des Monats: Firmenzeitschrift "Echo Continental", 1913 - 1941

Zeichnung: Drei Eisbären liegen auf einer Eisscholle und beobachten neugierig ein am Himmel über ihnen fliegendes Propellerflugzeug.

Ob Flugzeugreifen oder Wärmflaschen - schon vor 100 Jahren gestaltete die Conti AG für ihre Kundschaft ein nobles "Produkt-Echo".

Ausstellungsvitrine im
Eingangsbereich des Hauptgebäudes

Objekt des Monats: Leibniz-Rechenmaschine, 1695 (Nachbau von 1992)

Foto: Detail: Zwei Drehgriffe zum Einstellen der Zahleneingabe

Dieses ungewöhnliche Gerät erfüllte schon vor 300 Jahren einen zeitlosen Wunsch:
Nie wieder "knechtische Rechenarbeiten"...


Objekt des Monats: Kienzle-Taxameter, 1920-1967

Foto: Ein Taxameter mit ausklappbarem rotem Fähnchen, auf dem in weißer Schrift FREI zu lesen ist. Vorn sind die Anzeigen für Taxe, Fahrpreis und Zuschlag.

Friedensstifter dank präziser Feinmechanik: Taxiuhren förderten Unbestechlichkeit und Pünktlichkeit und somit allseitige Zufriedenheit.


Objekt des Monats: Kozo, Gampi und Mitsumata, 1987

Foto: Auf dem Bild sind drei braune Säcke zu sehen, die mit den graubraunen getrockneten Pflanzenfasern Kozo, Gampi und Mistumata gefüllt sind.

Weit gereist und selten in Europa - die pflanzlichen Rohstoffe für "Washi", traditionell handgeschöpfte Japanpapiere.


Objekt des Monats: Hochfrequenzapparat der Marke PHÖNIX, 1926 - 1930

Foto: In Corpus und Deckel des Koffers aus Krokodillederimitat sind 20 Glaselektroden in unterschiedlichen Formen, die von pilzförmig bis kammähnlich reichen. Außerdem der Handgriff und ein elektromechanischer Unterbrecher mit der Aufschrift "PHÖNIX".

Gesundheit aus dem Koffer - dank vielseitigem Zubehör konnte dieser Apparat nahezu jede Befindlichkeit lindern helfen.


Objekt des Monats: Knallkapseln der deutschen Eisenbahn mit Transportbehälter

Auf einem Schienenstück liegt eine Knallkapsel. Die runde Scheibe ist so breit wie die Schienenoberkante und zirka einen Zentimeter hoch. Daneben Transportbehälter in den Warnfarben Rot oder Gelb, teils mit dem Warnsymbol für Sprengstoff.

Hochexplosiv und laut - und unter Umständen lebensrettend: Knallkapseln als akustische Warnung bei schlechter Sicht.


Objekt des Monats: Fliegerdolche aus der Zeit des Nationalsozialismus, 1934 - 1945

Fotoausschnitt: Oberer Teil der Hülle des gefundenen Dolches. Das ehemals blaue Leder ist fast völlig zersetzt, das Metall von Mundblech und Parierstange ist stark angegriffen. Unten der Tragering für den Anhänger.

Für lange Zeit vergraben - und doch per Zufall wiedergefunden und als Zeitzeugnis restauriert.



Objekt des Monats: Elektroniksteuereinheit des Küchencomputers COOKBIT

Foto: Ausschnitt: Die gesamte Elektronik-Steuereinheit ist 58 cm breit, 9 cm hoch und 15,9 cm tief. Auf der braunen Frontseite sind die Bedientasten mit Buchstaben, Ziffern oder Symbolen gekennzeichnet.

"Smart Kitchen" made in Germany: Schon 1976 steuerte dieses Gehirn des ersten Elektronik-Herdes 120 Brat- und Backprogramme.


Objekt des Monats: Schließanlagen-Modell und Schließzylinder von Zeiss Ikon

Foto: Im Hintergrund das Modell einer Zentralschließanlage mit sechs, über eine Rosette geschützten Schließzylindern (Mitte) und den zugehörigen Schlüsseln links und rechts. Vorn ein mit blauem Samt ausgelegtes Präsentationsetui mit Schließzylinder.

Dieser Alltagsgegenstand - fast jeder Haushalt kennt ihn heute noch - basiert auf einem schon über 4000 Jahre alten Prinzip.


Objekt des Monats: Skizzenbuch, Musterplatte und Schmuckanhänger, 1995/2015

Foto: Ein Skizzenbuch mit passender Musterplatte von Schmuck-Altmeister Walter Zaiß, ca. 1995, und eine Guillochierarbeit von Schmuckdesignerin Katharina Gisch, 2015 © SDTB / Foto: C. Kirchner

Das Guillochieren, eine höchst komplizierte und fast vergessene Technik zur Schmuckgestaltung, wird bei uns lebendig weitervermittelt.


Objekt des Monats: Letzte Farbfernsehbildröhre aus Berlin, 2006

Foto: Seitenansicht des zentralen Bauelements: unten die Mattscheibe, darüber der trichterförmige Korpus der Bildröhre. An dessen schmalem Ende wird ein Elektrodenstrahl erzeugt und auf die Mattscheibe projiziert, so dass hier die Fernsehbilder entstehen.

Einst Überträgerin unserer Information, Unterhaltung und Wunschträume, dann plötzlich aussortiert, die Fernsehbildröhre ...


Objekt des Monats: Modell des Treptower Riesenfernrohrs, ca. 1895

Foto: Das vollbewegliche Modell des Treptower Riesenfernrohrs mit Beobachterplattform und Gegengewichten.

Vom kleinen zum großen - und dann zu den Sternen. So fing es an mit dem längsten beweglichen Linsenfernrohr der Erde, hier in Berlin...