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Deutsches Technikmuseum Berlin - Objekt des Monats

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Objekt des Monats

Außergewöhnliche und lustige Exponate: von der zerbrochenen Mitropa-Kaffeekanne bis hin zum "Goldfischglas" für Stewardessen

Jeden Monat gibt es eine neue Überraschung im Deutschen Technikmuseum zu entdecken: das Objekt des Monats. Direkt im Eingangsbereich des Hauptgebäudes, an der Gabelung zwischen Lokschuppen und Neubau, präsentiert das Museum in einer besonderen Vitrine jeden Monat ein neues Exponat. Die Objekte sind nicht die üblichen Museumsstücke; sie sind entweder besonders außergewöhnlich oder sie brechen die Ausstellungspraxis auf ironische Weise.

Ganz konkret gebrochen oder besser zerbrochen ist das erste Objekt des Monats: eine Kaffeekanne von der "Mitropa", bei der nur durch die Beschädigung das keramische Material unter der Glasur erkennbar wird. Informationen zu der Bedeutung dieser Glasur und ihrer historischen Entwicklung ergänzen das Exponat.

Die Präsentation wird jeweils nach etwa vier Wochen durch ein neues Schaustück ersetzt. Auf dem Plan sind unter anderem eine an Goldfischgläser erinnernde Schutzhaube für Stewardessen und sogenannte Opiumgewichte in Tierform. Auch ein astronomisches Instrument, das die Wissenschaftler in der zur Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin gehörigen Archenhold-Sternwarte bislang nicht eindeutig bestimmen konnten, wird hier gezeigt.

Objekt des Monats Mai: Terrakotten vom Görlitzer Bahnhof, 1866

Foto: Der gelbe Stein ist hübsch verziert: Die obere Hälfte schmückt ein durchgehendes Band mit Blütenelementen und einer Ananas, die in der Mitte der Blüte einer Sonnenblume steht.

Unter Ananas und Blütenschmuck starteten Berliner Reisende vor 150 Jahren ihre Zugfahrt in den Südosten.

Ausstellungsvitrine im Eingangsbereich des Hauptgebäudes

Objekt des Monats April: Provisorische Fernsehantenne aus russischer Kaserne, um 1990

Foto: Auf einem größeren Metallblech ist mit einer Halterung ein sechseckiges Holzbrett befestigt. Auf diesem ist die Antenne aus dünnem Blechstreifen angebracht und mit dem Signalkabel verbunden.

Gefertigt aus einfachem Zubehör, ermöglichte diese Doppel-Quadantenne einen besonders störungsarmen Empfang.

Ausstellungsvitrine im Eingangsbereich des Hauptgebäudes

Objekt des Monats März: Fischerkahn vom Kurischen Haff, ohne Maßstab

Foto: Holzmodell mit Plattboden, das heißt ohne Kiel. Drei weisse Segel sind gesetzt. Ein braunes Fischernetz hängt zum Trocknen am Mast. Am Netz hängen Steine und Schwimmer, die das Netz in der Realität bei der Fahrt durch das Wasser offenhielten.

Mit solchen Kähnen wurde bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im fischreichen Kurischen Haff gearbeitet.

Ausstellungsvitrine im Eingangsbereich des Hauptgebäudes

Objekt des Monats Februar: Dilatometer aus Paris, um 1810

Foto: Nahaufnahme der Kreisskala des Dilatometers. Sie misst etwa 15 Zentimeter im Durchmesser und ist eingeteilt wie das Ziffernblatt einer Uhr.

Eine Messskala wie diese kann vieles anzeigen.
Was mißt das Dilatometer, zu dem diese Skala gehört?

Ausstellungsvitrine im Eingangsbereich des Hauptgebäudes

Objekt des Monats Januar: Quecksilberdampfgleichrichter, um 1941

Foto: Der circa 40 cm hohe und 10 cm breite Glaskolben hat seitlich zwei Glasarme. Die Zahl der Arme zeigt an, dass er Gleichstrom aus Wechselstrom erzeugt. Im unteren Bereich und in den Armen ist er dunkel mit Quecksilberrückständen beschlagen.

Wozu wurde diese alltägliche Apparatur, die jedoch in keinem Haushalt zu finden war, verwendet?

Ausstellungsvitrine im Eingangsbereich des Hauptgebäudes