Mikrowelten - Zukunftswelten
Die unsichtbare Revolution
Sonderausstellung im Science Center Spectrum
16. Mai bis 10. Juni 2007
Autos ohne Armaturenbrett? Intelligente Kleidung? Blinde, die wieder sehen können? Für diese nur scheinbar kuriosen Visionen zeigt die Ausstellung “Mikrowelten – Zukunftswelten: Die unsichtbare Revolution” oft verblüffende Lösungen. Vom 16. Mai bis 10. Juni 2007 ist die interaktive Technologie-Ausstellung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die in Kooperation mit dem Netzwerk MANO (Mikrosystemtechnik-Ausbildung in Nord-Ostdeutschland) präsentiert wird, zu Gast im Science Center Spectrum.
Zur Eröffnung sprechen der Staatssekretär für Bildung, Jugend und Familie, Eckart R. Schlemm, und der Direktor des Ferdinand-Braun-Instituts für Höchstfrequenztechnik und Sprecher des Zentrums für Mikrosystemtechnik (ZEMI), Prof. Dr. Günther Tränkle.
Die interaktive und multimediale Ausstellung lädt kleine und große Forscherinnen und Forscher auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der kleinen Dimensionen ein. An verschiedenen Mitmachstationen können sie selbst ausprobieren, wie Mikrosysteme in den Bereichen Mobilität, Life Science oder Sport und Freizeit funktionieren. So erfahren sie anschaulich, was Mikrotechnologie alles kann und welche neuen Anwendungsgebiete in der Zukunft noch zu erschließen sind.
Mikrosystemtechnik ist eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Winzige Bauteile, deren hochkomplexe Strukturen mit bloßem Auge nicht mehr zu erkennen sind, kennzeichnen diese Welt. Die gebräuchliche Maßeinheit ist der Mikrometer – der tausendste Teil eines Millimeters bzw. der millionste Teil eines Meters. Mikrosystemtechnik gehört bereits heute zu unserem Alltag – oft, ohne dass wir sie überhaupt wahrnehmen. Sie sorgt zum Beispiel für die präzise Auslösung des Airbags im Auto oder liest im CD-Spieler gespeicherte Audiodaten aus und gibt sie als Musik wieder. Und das Potential dieser Technik ist noch lange nicht ausgeschöpft – “intelligente Kleidung”, die sich selbständig an die jeweils herrschenden Klimaverhältnisse anpasst, oder Netzhaut-Implantate, die die Funktion von Sinneszellen des geschädigten Auges übernehmen, sind bereits in der Testphase. Die Sonderausstellung “Mikrowelten – Zukunftswelten: Die unsichtbare Revolution” schlägt somit auch eine Brücke in die Zukunft und weist zusätzlich auf entsprechende Studien- und Ausbildungsgänge hin.
Experten vor Ort
Auf Wunsch können sich Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9 nach vorheriger Anmeldung (Tel. 030 / 90 254 284) von Experten aus der Mikrosystemtechnik durch die Ausstellung begleiten lassen.
www.m-a-n-o.net
Das Netzwerk MANO unterstützt die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung in der Mikrosystemtechnik. MANO ist auf allen Bildungsebenen aktiv - in der vorberuflichen Bildung, in der Facharbeiterausbildung, der Hochschulausbildung sowie in der Fort- und Weiterbildung. Hierfür haben sich Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Berufliche Schulen und Industriepartner aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zusammengeschlossen. Koordiniert wird das Vorhaben durch das ZEMI in Berlin-Adlershof.
Ansprechpartner für inhaltliche Fragen zur Ausstellung und zum Netzwerk MANO ist Ralf Kerl (Tel. 030 / 6392 – 3399).
Science Center Spectrum
Das Science Center Spectrum der Stiftung Deutsches Technikmuseums Berlin, geleitet von Dr. Christian Neuert, gehört mit seinen rund 250 interaktiven Versuchen zu den großen Science Centern Europas. Ein Ziel ist, Jung und Alt mit Prinzipien und Methoden der Naturwissenschaft und Technik vertraut zu machen. Mit seinen innovativen Angeboten der spielerischen Wissensvermittlung bietet das Spectrum als anerkannter Ort außerschulischer und informeller Bildung vielfältige Möglichkeiten, den Defiziten in der naturwissenschaftlichen Grundbildung – wie in den PISA-Studien aufgezeigt – zu begegnen.

Mikrowelten - Zukunftswelten - Die unsichtbare Revolution

Poster: Mikrowelten - Zukunftswelten

Poster: Mikrowelten - Zukunftswelten
