Wohin geht die Reise? Das Verkehrsmuseum der Zukunft
Experten diskutieren im Deutschen Technikmuseum über die Zukunft von Museen und Mobilität / Viertägige Konferenz T2M in Berlin
Verkehrsmuseen gehören weltweit zu den am meisten besuchten Museen. In Technikmuseen zählen die Bereiche für Mobilität und Verkehr zu den beliebtesten Ausstellungshallen. Die hohen Besucherzahlen der Verkehrsmuseen und -ausstellungen sprechen für eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Wie aber werden diese Inhalte in Zeiten sich wandelnder musealer und medialer Wahrnehmung präsentiert?
Die 9. internationale Tagung der International Association for the History of Transport, Traffic and Mobility, des Weltverbands für die Geschichte von Verkehr und Mobilität (T2M), stellt die Frage, wie Verkehrsmuseen in Zukunft wohl aussehen werden. Darüber hinaus werden eine Reihe weiterer spannender Aspekte rund um die Themen Museum, Verkehr und Mobilität erörtert. Die Fachkonferenz findet vom 6. bis 9. Oktober 2011 im Deutschen Technikmuseum in Berlin statt, das gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin die Veranstaltung organisiert.
Auf der Konferenz sollen neue Konzepte und Formen der Verkehrs- und Mobilitätsausstellungen erforscht und entwickelt werden. Die Kulturgeschichte des Verkehrs hat in den letzten zwei Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen und richtet ihren Fokus heute verstärkt auf die Passagiere, auf ihre Erfahrungen und Erlebnisse, sowie auf die Auswirkungen von Verkehr auf Umwelt und Gesellschaft. Die Organisatoren der Tagung setzen auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern, Museumsdirektoren und Kuratoren im Bereich Verkehr und Mobilität.
Dabei beschränkt sich die Tagung keineswegs auf die Geschichte und Zukunft von Verkehrsmuseen, sondern will auch andere Formen der Ausstellungspraxis behandeln, wie etwa Werbung, Autodesign, Verkehrsmessen, Automessen oder Autorennen. Aus einer weiter gefassten Perspektive könnten alle Verkehrsinfrastrukturen, zum Beispiel Bahnhöfe, Autobahnen, Brücken und Verkehrsschilder, als ständige „Verkehrsausstellungen“ im Freien bezeichnet werden, die bestimmte Erfahrungen von Mobilität und Landschaft ermöglichen.
Die Tagung ist kostenpflichtig. Die Konferenzsprache ist Englisch. Anmeldungen unter www.t2m.org. Dort und im Anhang der Mail finden Sie auch das detaillierte Programm.
Pressevertreter werden gebeten, sich ebenfalls über das Anmeldetool auf der Website der T2M zu akkreditieren.
Tagungsort
Deutsches Technikmuseum
Trebbiner Straße 9
10963 Berlin
www.sdtb.de
Veranstalter
Die Tagung wird organisiert vom Deutschen Technikmuseum und der Technischen Universität Berlin und verbindet so die Expertise der Universität mit der des Museums.
Das Deutsche Technikmuseum in Berlin zählt zu den führenden Technikmuseen weltweit. Auf 26.500 qm begeben sich die Besucher auf eine Reise durch die Kulturgeschichte der Technik: von Verkehrs- und Energietechniken über Kommunikations- und Produktionstechniken bis hin zu den Naturwissenschaften als deren Grundlage. Das Museum verfügt unter anderem über umfangreiche und attraktive Sammlungen zu den Bereichen Eisenbahn, Luftfahrt und Schifffahrt.
Die Technische Universität Berlin ist eine der größten Technischen Universitäten Deutschlands. Besonders das 1995 gegründete Zentrum Technik und Gesellschaft zählt zu den führenden Forschungsinstituten bei der Untersuchung von Beziehungen zwischen technischer, kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen.
Die International Association for the History of Transport, Traffic and Mobility, der Weltverband für die Geschichte von Verkehr und Mobilität (T2M), ist eine gemeinnützige, interdisziplinäre Bildungsorganisation. Der Verband schafft eine internationale Plattform durch das halbjährliche “Journal of Transport History” (Publikation der Manchester University Press, Großbritannien), seinen Rundschreiben, Mailverteilern und den jährlich stattfindenden Tagungen in Europa, Nordamerika und der ganzen Welt.
Die Hauptaufgabe von T2M ist die Bildung eines Verbundes von Wissenschaftlern, Berufstätigen und Bürgern, um ein Verständnis für die historische Wechselwirkung zwischen Verkehr, Infrastruktur, der Mobilität von Menschen, Objekten und Ideen zu schaffen.

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