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Deutsches Technikmuseum Berlin - Medieninfo: Chausseen – Alleen – Meilensteine – Chausseehäuser

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

"Chausseen – Alleen – Meilensteine – Chausseehäuser"
Zeitzeugen der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung Brandenburgs und Berlins

Neue Sonderausstellung vom 20.09.2011 bis 20.11.2011 im Lokschuppen I

Straßen verbinden – die Provinz mit der Metropole und umgekehrt. Die Sonderausstellung „Chausseen – Alleen – Meilensteine – Chausseehäuser“ präsentiert erstmals eine Straßengeschichte Brandenburgs: Sie berichtet über die Entwicklung des Straßennetzes zwischen Brandenburg und Berlin von 1730 bis heute.
Die Zeugnisse dieser Zeit – Alleen, Meilensteine, Chausseehäuser und Brücken – stehen im Mittelpunkt. Ihre kulturgeschichtliche und wirtschaftliche Bedeutung wird ausführlich geschildert. Historische Stiche, Landkarten und aktuelle Fotos bebildern die Zeitreise.
Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg erstellte die Ausstellung im Auftrag des Ministers für Infrastruktur und Raumordnung. Kurator ist Dipl.-Ing. Herbert Liman, Ehrenmitglied des Fördervereins des Deutschen Technikmuseums.

Von der Poststraße zur Chaussee

Die ältesten Routen sind die ehemaligen Poststraßen – erhaltene Postmeilensteine aus der Zeit zwischen 1730 und 1806 markieren diese Wege und zeigen damals wie heute Reisenden die Entfernung an.
In Brandenburg begann mit dem Chausseebau 1789 unter Friedrich Wilhelm II. eine neue Epoche: Künstlich angelegte und befestigte, vom Staat bezahlte und unterhaltene Straßen überzogen bald das ganze Land Brandenburg. Bis 1840 waren diese Staatschausseen soweit ausgebaut, dass alle preußischen Provinzen mit der Metropole Berlin verbunden waren. Die Reisezeit verkürzte sich deutlich, allerdings musste man dafür „Chausseegeld“ - heute würde man Maut sagen - bezahlen. Für die Chausseewärter, die jeweils 7,5 km zu pflegen hatten, wurden eigene Häuser gebaut, die bis heute die Entwicklung der Baugeschichte widerspiegeln.
Chausseemeilensteine wurden bis 1875 gesetzt, dann löste der Kilometer die Meile ab.

Von der Chaussee zur Autobahn

Von 1876 bis 1945 war die Provinzverwaltung für Bau und Erhaltung der Chausseen zuständig, die ab 1900 zunehmend unter Asphalt- und Betondecken verschwanden.
Die Chausseen dienten jetzt dem Regionalverkehr, insbesondere zur Versorgung der wachsenden Stadt Berlin.
Den Fernverkehr übernahm die Eisenbahn. Kreis- und Kommunalchausseen verdichteten das Netz der Verkehrsverbindungen und erschlossen die Bahnstationen.
1933 erfolgte ein Paradigmenwechsel: Führte bis dahin der Straßenverkehr quer durch Berlin, sollte ihn nun ein Autobahnring um die Großstadt herumlenken. Weitere Autobahnen sollten die Metropole mit dem ganzen Deutschen Reich und seinen Nachbarn verbinden.

Straßenkarten, Grafiken und Tabellen belegen anschaulich die Auswirkungen des ständig wachsenden Verkehrs auf den Ausbau des Straßennetzes von 1945 bis 1989 und insbesondere nach der Wiedervereinigung.