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Zucker - Museum - Kolonialzucker

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Kolonialzucker

Handel, Konsum und Politik waren die Inhalte, die im Bereich “Kolonialzucker für Europa” die Hauptakzente setzten. Im 16. – 18. Jahrhundert entwickelt sich der Zucker aus den Kolonien in Übersee zu einem der wichtigsten Wirtschaftsgüter in Europa und zu einem Motor der Industrialisierung.

Lithografie mit neun allegorischen, detailreichen Einzelbildern der französischen Kolonien

Les Colonies de la France (Die Französischen Kolonien), Lithographie, handkoloriert, Paris, 19. Jh.

Die Abbildung zeigt neun Bilder der Französischen Kolonien: Guyana; Antillen; Saint-Pierre und Miquelon; Senegal; Algerien; Indien; Iles-Marquises; Bourbon.

Bereits seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war es den Kolonien in der Neuen Welt durch die Gesetzgebung erschwert oder ganz verboten, den Rohzucker im Erzeugerland durch Raffination zu reinigen. So kam die wertvolle Ware als unansehnliche, gelbe oder braune Masse in Fässern und Kisten per Schiff nach Europa.

Holzstich: Wohlhabende Kaufleute und Bürger von Antwerpen empfangen im Hafen das erste Schiff mit karibischem Zuckerrohr

Holzstich aus einer illustrierten Zeitschrift nach dem Gemälde von Pierre Verhaert.

Wichtige Handels- und Raffineriezentren

Dies ermöglichte den Betrieb lukrativer Zuckersiedereien und Zuckerraffinerien, die bevorzugt in den großen Hafenstädten und Handelszentren gegründet wurden. Zu wichtigen Handels- und Raffineriezentren für Zucker wurden Antwerpen (seit 1508), Amsterdam, London, Bordeaux und Hamburg.

Das Bild veranschaulicht die Ankunft der ersten Zucker-Ladung in Antwerpen aus der Neuen Welt (Karibik) im Jahre 1508. Es gehört zu den fünf Szenen aus Antwerpens Blütezeit im 16. Jahrhundert, die von fünf Professoren der Akademie Antwerpen im Jahre 1899 geschaffen worden sind.

Der Zuckerhandel und die Zuckerverarbeitung schufen viele tausend Arbeitsplätze. Auch die europäischen Zuckerarbeiter mussten unter harten Bedingungen arbeiten. So konnte die Temperatur in den Siede- und Trockenstuben bis zu 70 °C erreichen.