"Keine Angst vorm Vakuum"
Otto von Guerickes spannende Versuche mit den Magdeburger Halbkugeln
- Sonntag, 10. September 2006, 15.00 bis ca. 16.30 Uhr -
Ort:
Freigelände neben dem Science Center Spectrum
(zukünftiges "Technoversum"), Möckernstraße 26
Das Deutsche Technikmuseum Berlin lädt zu einem Spektakel der besonderen Art ein: Auf dem Freigelände neben dem Science Center Spectrum werden die Vakuum-Versuche, die Otto von Guericke (1602-1686) um das Jahr 1656 mit den so genannten Magdeburger Halbkugeln durchführte, historisch getreu nachvollzogen.
Wie viele Pferde braucht man, um eine aus zwei Halbkugelschalen zusammengesetzte und im Inneren luftleer gepumpte Kugel von 60 cm Durchmesser auseinander zu reißen? Gelingt es 4, 8, 12 oder 16 Pferden, die beidseitig vor die evakuierte Kugel gespannt werden, mit ihrer Zugkraft die Wirkung des äußeren Luftdrucks zu überwinden und die Schalen zu trennen?
Werden Sie Zeuge dieser beeindruckenden Versuche, die die enorme Kraft des Luftdrucks augenscheinlich demonstrieren. Welche Kraft bereits zwei Pferde aufbringen, wird deutlich, wenn in Vorversuchen Erwachsene beim Tauziehen ihre Kräfte mit den Vierbeinern messen. Ein Zugversuch an kleinen Halbkugeln fordert zwei Kinderteams heraus.
Die Zeitreise zurück - in die Welt des Erfinders und Naturforschers vor 350 Jahren - wird anschaulich in Szene gesetzt von der Otto-von-Guericke-Gesellschaft Magdeburg: Zeitgenössisch gewandet, werden der edle Herr von Guericke, Begründer der Vakuumtechnik, und seine Helfer den Versuchsablauf authentisch nachstellen und kommentieren.
Mit seinen populär inszenierten Experimenten überzeugte Guericke die Menschen von der Existenz eines Vakuums - zur damaligen Zeit eine Sensation, denn die meisten Gelehrten waren davon überzeugt, dass es eine Leere nicht geben könne, weil die Natur davor zurückschrecke ("horror vacui").
Seine Versuche trugen wesentlich dazu bei, naturwissenschaftliche Grundlagen zu erkennen, und sie beeinflussen noch heute vielfältig die Ingenieurwissenschaften.
Die Potsdamer Turmbläser umrahmen mit zeitgenössischer Musik diese lebendigen Experimente.
Für gastronomische Bewirtung ist gesorgt.
