Hochseeschifffahrt
Was haben Galionsfiguren, Seemonster und Tätowiermaschinen gemeinsam?
Sie alle sind Ausdruck eines tief verwurzelten Aberglaubens. Die Bedeutung des Wassers für alles Leben auf der Erde und die Gefahren, die von ihm ausgehen, zeigen sich im kulturellen Schaffen und religiösen Handeln der Menschen.
Bereits vor über 50.000 Jahren müssen Menschen hochseetüchtige Wasserfahrzeuge gebaut haben: Damals wurde Australien besiedelt – eine etwa 100 Kilometer breite Wasserstraße war zu überqueren. Doch belegbar ist der Bau von Schiffen erst seit etwa 10.000 Jahren. Eine Achse mit über 50 Schiffsmodellen im Maßstab 1:50 zeichnet die Schiffsentwicklungen nach.
Magnetkompass um 1900. Trotz der “unheimlichen”, weil zunächst unerklärlichen, Kräfte wurde der Magnetkompass seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert in der Navigation eingesetzt
Von dieser Achse zweigen Vertiefungsthemen, die sogenannten Module, ab:
- Fünf Module zur Navigation erzählen die Geschichte vom ersten Navigationsinstrument, dem Lot, bis zur modernen Satellitennavigation
- „Neue Welten – Neue Weltbilder“: Die Entdeckungsreisen um 1500
- „Im Dienste der Wissenschaft“: Die Forschungsfahrten von James Cook um 1800
- „Krieg, Handel und Piraterie“: Der Handelskrieg zwischen England und Frankreich um 1800
- „Untergang der TEK SING“: Fundstücke eines chinesischen Auswandererschiffes zur Zeit der Opiumkriege
- „Walfang“ zur Zeit des gestiegenen Ölbedarfs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts“
Die repräsentative Barkasse CANOT IMPERIAL wurde 1810 für Napoleon I. für seinen Besuch in Antwerpen gebaut. Dort ließ er sich in einer triumphalen Bootsparade von seinen Untertanen feiern
Folgende Module verbinden die internationale Schifffahrtsgeschichte mit der deutschen:
- "Deutsche U-Boote im Zweiten Weltkrieg": Der Seekrieg im Nordatlantik
- "Kaiserliche Marine im Ersten Weltkrieg": Der Untergang der Kriegsflotte
Module zur deutschen Schifffahrtsgeschichte sind:
- "Wilhelminische Schifffahrt": 1871 – 1918
- Deutsche “Auswanderung” in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
- "Preußische Schifffahrt": 1707 – 1871
- "Brandenburgischer Sklavenhandel": 1685 – 1715
- "Brandenburgische Schifffahrt": 1600 – 1700
Weitere ausgestellte Themen:
- "Vom Holz- zum Eisenschiffbau”: Techniken des Schiffbaus
- "Von Tuch und Tau”: Reepschlägerei und Segelmacherei
- "Repräsentationsobjekt Schiff”: Demonstration von Macht, Stärke und Reichtum
- "Rettung aus Seenot”: Schicksale von Rettern und Geretteten
Mehr zu den Themen:
- Panoramen
- Bildergalerie
- “Neue Welten – Neue Weltbilder” und “Im Dienste der Wissenschaft” [PDF, 50 kB]
- “Vom Holz- zum Eisenschiffbau” und “Von Tuch und Tau” [PDF, 51 kB]
- “Untergang der TEK SING” und “Krieg, Handel und Piraterie” und “Walfang” [PDF, 52 kB]
- “Schifffahrt und Geschichte” und “Repräsentationsobjekt Schiff” [PDF, 50 kB]
- Orientierungszeichen und Techniken der Navigation [PDF, 50 kB]
- Brandenburgische, Preußische und Wilhelminische Schifffahrt sowie die Kaiserliche Marine im Ersten und deutsche U-Boote im Zweiten Weltkrieg [PDF, 53 kB]
