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Deutsches Technikmuseum - Historisches Archiv

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Historisches Archiv

Zeichnung: Ein gequält schlafender Mann mit unordentlichen Papierstapeln auf der Bettdecke wird von einem knickerigen Männchen bedrängt. Den linken Zeigefinger hält es anklagend aufs Papier, den rechten direkt auf den Schläfer.

Arbeitsschutzplakat, ca. 1930

Das Historische Archiv sichert und bewahrt seit 1984 äußerst wertvolle und einmalige archivalische Quellen wie Urkunden, Akten, Korrespondenzen und Geschäftsbücher zur Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Wegen seiner reichhaltigen und umfangreichen Sammlungen zählt es zu den großen Spezialarchiven innerhalb der deutschsprachigen Museumslandschaft.

Den Grundstock bildeten die Archive der Fördervereine und Vorgängermuseen. Besonders hervorzuheben sind die Bestände des Verkehrs- und Baumuseums aus dem ehemaligen Hamburger Bahnhof sowie des Instituts und Museums für Meereskunde.

Eine ausführliche Beschreibung unserer Bestände finden Sie am Ende dieser Seite in der Materialbox.

Technische Zeichnung: Handkolorierte Transparentpause mit Schnittzeichnungen einer Holländermühle, Entwurf von 1897 für Lindemann in Steutz.

Entwurf für eine Holländermühle, A. Wetzig Eisengiesserei und Maschinenfabrik für Mühlenbau, 1897

Online-Projekt
"Zeichnungen aus dem Archiv der Mühlenbaufirma A. Wetzig"

Die Firma A. Wetzig hat eine über 130 Jahre währende Geschichte. Das Unternehmen baute seit 1878 Windmühlen sowie alle Arten von Müllereimaschinen. Bis heute produziert eine Nachfolgefirma unter dem Namen MMW Technologie GmbH in Wittenberg.
Von dieser langen Geschichte zeugt ein einmaliger Bestand von 40.000 gut erhaltenen, zum Teil kolorierten technischen Zeichnungen, dessen Existenz bedroht war und vom Deutschen Technikmuseum durch Ankauf gerettet werden konnte.

Im Rahmen eines Förderprojektes der Berliner Senatskulturverwaltung konnten im Jahr 2015 über 1200 dieser Zeichnungen aus der Zeit bis 1915 digitalisiert und für alle Interessierten online gestellt werden.

Zu den Zeichnungen

Inhaltlich unterstützt wurde das Projekt durch die Servicestelle Digitalisierung des Landes Berlin (digiS), die am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) angesiedelt ist und ebenfalls durch die Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten gefördert wird.

Zeichnung einer AEG-Werbung, 1957. Eine brünette junge Dame liest entspannt ein Buch. Sie muss nicht frieren, denn vor ihrem Sofa wärmt ein Ventilatorofen der Marke Climatherm das in klassischem Tütenlampen-Design eingerichtete Wohnzimmer

“Modernes Design” der 1950er Jahre am Beispiel eines Heizgerätes der AEG, 1957

Die Aktenbestände

Gegenwärtig umfasst der auf 7,5 Regalkilometer angewachsene Fundus über 80 Firmen- und Verbandsarchive aus Industrie, Handel und Gewerbe sowie mehr als 230 Nachlässe und Sammlungen von Persönlichkeiten aus den Bereichen der Natur- und Ingenieurswissenschaften, der Technik und des Verkehrs.

Unter den historischen Überlieferungen - wie beispielsweise der Unternehmen A. Borsig GmbH, Meierei C. Bolle, L. Schwartzkopff, Teltowkanal AG und Zündapp GmbH - nimmt das Firmenarchiv der AEG-Telefunken eine herausragende Stellung ein. Es dokumentiert auf 1,2 Regalkilometern in zahlreichen Verträgen, Protokollen und Korrespondenzen die wechselvolle Geschichte eines der größten deutschen Elektrokonzerne.

Zu den wichtigsten und umfangreichsten Nachlässen des Historischen Archivs zählen die persönlichen Papiere und Materialsammlungen des Rundfunk- und Fernsehpioniers Gerhard Goebel, des Technikhistorikers und Publizisten Franz Maria Feldhaus, des Lokomotivkonstrukteurs Adolf Giesl-Gieslingen sowie des Eisenbahnantiquars Günther H. Metzeltin. Eine ganz besondere Stellung nehmen die luftfahrthistorischen Bestände ein, von denen die Nachlässe und einzigartigen Sammlungen der Luftfahrthistoriker Peter M. Grosz, Arthur Schreiber und Willy Stiasny besonders hervorzuheben sind.

Deckblatt des Nordseebäder-Fahrplans der Hamburg-Amerika Linie von 1923. Holzschnittartige Zeichnung eines großen Passagierschiffs, das mächtig Dampf ausstoßend die Nordsee durchpflügt.

Fahrplan für die Schiffsverbindung der Nordseebäder, 1923

Die Sondersammlungen

Ergänzt werden die Bestände durch umfangreiche Sondersammlungen zu den Bereichen Firmenschriften (50.000), Reiseprospekte (10.000), Fahrkarten (120.000), Zahlungsmittel und Medaillen (2.500), Siegel (2200) und Werbemarken (5.500) sowie Postkarten (20.000).

Die Plansammlung umfasst 5.000 technische Zeichnungen zum Maschinen- und Ingenieurbau sowie 30.000 Land- und Seekarten. Zur Bildersammlung gehört neben zahlreichen Gemälden, Graphiken und Drucken eine bedeutende Sammlung früher Fahrrad- und Luftfahrtplakate.

Schwarz-Weiss Foto einer Lokomotivmontage bei der Firma Borsig, 1930. Das Fahrgestell der neuen Lok steht fertig auf der Schiene, das Gehäuse wird gerade mit einem Kran passgenau herab gesenkt

Lokomotivmontage bei Borsig, 1930

Das Bildarchiv

Das Historische Archiv verwaltet aktuell über eine Million Fotografien und Negative aus nahezu allen Bereichen des Verkehrs und der Technik.

Mit Museumsgründung wurden die historischen Bildbestände einiger Vorgängerinstitutionen des Technikmuseums übernommen: ca.7.500 Aufnahmen des Instituts und Museums für Meereskunde aus der Zeit von 1860 bis 1930 und ca. 3000 Aufnahmen des Verkehrs- und Baumuseums aus der Zeit von 1895 bis 1940.

Seither haben sich als Schwerpunkte der Sammlung vor allem die Bereiche Industrie-, Design-, und Architekturfotografie herausgebildet. Im Bestand finden sich zahlreiche Aufnahmen so bekannter Fotografen wie Arthur Köster, Franz Kullrich, Max Krajewsky, Albert Renger-Patzsch und F. Albert Schwartz. Daneben konnten fotografische Nachlässe bzw. Nachlassteile von bekannten Pressefotografen und Bildjournalisten übernommen werden, die sich wie Hans Schaller, Willy Pragher und Eberhard Schrammen der Dokumentation der Luftfahrt und des Schienenverkehrs gewidmet haben.

 

Vierfarbholzschnitt von verschiedenen See- und Landungeheuern: Fischartige, Krabben- und Pferdewesen bedrohen und verschlingen sehr klein wirkende Menschen und sogar ganze Schiffe. Circa 1550

Darstellung von See- und Landungeheuern, Holzschnitt ca. 1550

Besonderen Raum nehmen die Bildarchive der Firmen AEG-Telefunken, A. Borsig, Deutscher Betonverein, Meierei C. Bolle, Lokomotivbau L. Schwartzkopff, Osram AG sowie der Zündapp-Werke ein.