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Deutsches Technikmuseum Berlin - Gleisdreieck 1978 Fotografische Spurensicherung im alten West-Berlin

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Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Gleisdreieck 1978 - Fotografische Spurensicherung im alten West-Berlin

Sonderausstellung in der Fotogalerie des Deutschen Technikmuseums Berlin
- 4. November 2008 bis 1. März 2009 -

Am Gleisdreieck konzentrierte sich bis 1945 der Schienenverkehr zum ehemaligen Anhalter und Potsdamer Personen- und Güterbahnhof sowie mehrerer Berliner U-Bahnstrecken. Inmitten dieses Areals breitete sich in der Nachkriegszeit eine Kohlenhaldenlandschaft aus: die „eiserne Reserve“ Berlins. Als Reaktion auf die Blockade des Güterverkehrs nach West-Berlin durch die Sowjetunion 1948, erwarb der Berliner Senat diese Kohlen aus der Niederlausitz. Das von Ostberliner Arbeitern mühevoll errichtete Denk-Mal zerfiel in jahrzehntelanger Abgeschiedenheit: ein Erosionsprozess im Dialog zwischen Struktur und Chaos.

Ab 1980 entsteht auf dem Gelände das Deutsche Technikmuseum Berlin unter Einbeziehung rekonstruierter Ruinenteile des Anhalter Güterbahnhofs.1978 begann die fotodokumentarische Gemeinschaftsarbeit der beiden Land-Art-Künstler Karina Raeck und Gary Rieveschl. Bei mehrjährigen Stadtwanderungen durch die Geschichtswelten des alten West-Berlins unternahmen sie eine fotografische Spurensicherung im Zyklus der Jahreszeiten.

Als „Archäologie der jüngsten Vergangenheit“ konfrontieren uns die Fotos mit einer stillen Ansammlung von Relikten einer gespaltenen Metropole. Sie zeigen Ausschnitte eines durch die Grenzmauer isolierten Stadtbereichs in einer Periode der Stagnation jener Jahre.

Vitae

Karina Raeck wurde 1938 in Berlin geboren. Sie lebt heute in Griechenland, arbeitet zeitweilig auch in Berlin. Sie widmet sich bevorzugt landschaftskünstlerischen Projekten. Beispiele hierfür sind das Anfang der 1990er Jahre auf Kreta aus 5000 Gebirgssteinen errichtete Friedensmonument „Andartis“ sowie das 2008 entstandene Fotoprojekt „The Memory of a Tree“. In diesem Jahr erhält Frau Raeck den Deutschen Kritikerpreis für Bildende Kunst 2008.

Gary Rieveschl, geboren 1943, stammt aus Cincinatti, Ohio. Von 1978 bis 1985 lebte er in Berlin und verwirklichte zahlreiche Projekte unter dem Begriff “Lifeform“ in Kreuzberg und Neukölln.

Dauerausstellung

Faszination des Augenblicks – Eine Technikgeschichte der Fotografie
Die Bildergalerie befindet sich in der Dauerausstellung zur Fototechnik, in der die technischen Aspekte der Bildherstellung präsentiert werden. In anschaulicher und unterhaltsamer Weise lässt sich ihre historische Entwicklung bis in die Gegenwart nachvollziehen. Neben künstlerischen Elementen animieren Objekte und multimediale Installationen zum Anfassen und Mitmachen.