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Deutsches Technikmuseum - Bibliothek

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Bibliothek

Foto: Zwölf geschlossene Lederbände umgeben einen weiteren, der aufgeschlagen eine komplexe Zeichnung offenbart.

Enzyklopädie von Diderot und d’Alembert (1782-96), im Besitz der Museumsbibliothek © SDTB / C. Kirchner

Bibliothek, Lesesaal und Freihandbibliothek

Die Bibliothek des Deutschen Technikmuseums wurde 1983 eröffnet. Sie befindet sich im Gebäude für Luft- und Schifffahrt. Sie ist öffentlich zugänglich und die Benutzung ist kostenlos. Der heutige Gesamtbestand der Museumsbibliothek beträgt ca. 500.000 Bände und ist im Internet recherchierbar.

Der großzügig gestaltete Lesesaal und eine Freihandbibliothek mit 15.000 Büchern bieten den Besucherinnen und Besuchern sehr gute Arbeitsmöglichkeiten. Die Ausleihe von Literatur ist nicht möglich.

Spiegel der Ausstellungen

Die Bibliothek versteht sich als Spiegel der Ausstellungen im Deutschen Technikmuseum. So finden die Nutzerinnen und Nutzer hier weiterführende Literatur zu den im Museum vorhandenen Objekten und Ausstellungsthemen und darüber hinaus zu allen Gebieten der Technikgeschichte.

Aufwändig geprägter Buchdeckel: Ein barbusiger Engel mit großen Flügeln sitzt telefonierend in einer komplexen messingfarbenen Phantasiemaschine.

Alfred von Urbanitzky: Die Elektricität im Dienste der Menschheit. Wien (u.a.). 1885

Der Aufbau des Bestandes

Bibliothek des Fördervereins und des ehemaligen Museums für Meereskunde

Den Grundstock des Bestandes bildete die Sammlung technischer, vorwiegend eisenbahngeschichtlicher Literatur, die der Förderverein des Technikmuseums in den Jahrzehnten zuvor zusammengetragen hatte. Hinzu kam ein Teil der Bibliothek des ehemaligen Museums für Meereskunde in Berlin, das 1906 eröffnet und 1944 durch Kriegseinwirkung zu großen Teilen zerstört worden war. Die Bibliothek und Teile der Exponate konnten vorher verlagert werden.

Bibliothek des Vereins Deutscher Ingenieure und der Kammer der Technik

1989 erwarb das Museum die Bibliothek des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) aus Düsseldorf mit einem Gesamtbestand von ca. 130.000 Bänden. Der VDI war 1856 in Berlin als Berufsvertretung der deutschen Ingenieure mit dem Ziel der Verbreitung technisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse gegründet worden. Fast der gesamte Buchbestand ging während des Zweiten Weltkriegs verloren. Nach der Neugründung des Vereins 1946 in Düsseldorf hatte man 1949 mit dem erneuten Aufbau der Bibliothek begonnen.

Aufwändig geprägter Buchdeckel: Ein geschwungenes Jugendstilornament und ein großes Zahnrad sind kunstvoll miteinander verbunden.

Gustav Ripke: Der praktische Maschinenbauer. Leipzig. 1908

Einen weiteren bedeutenden Zuwachs erfuhr der Bestand durch die Schenkung der Bibliothek der ehemaligen Kammer der Technik (KDT) im Jahre 1991. Gegründet 1946 in Berlin, bildete die KDT den ingenieurtechnischen Verband für die DDR. Etwa zeitgleich mit dem VDI begann der Aufbau der umfangreichen Bibliothek, die zum Zeitpunkt der Übergabe ca. 120.000 Bände umfasste. So vereinigt das Berliner Technikmuseum die Bibliotheken der beiden großen ingenieurtechnischen Vereine Deutschlands unter einem Dach. Beide Bibliotheken decken inhaltlich in etwa die gleichen Bereiche ab und ergänzen sich hervorragend: Der VDI hat überwiegend in Westdeutschland erschienene technikhistorische Literatur gesammelt, die KDT hauptsächlich DDR-spezifische.

Wertvolle Einzelsammlungen

Bereits 1982 übernahm das Museum als eine der ersten großen Erwerbungen die Bibliothek des Kunsthändlers und Antiquars Günther Hermann Metzeltin zur Geschichte und Entwicklung des Eisenbahnwesens. In die Sammlung waren große Teile der ca. 2100 Bände umfassenden Sammlung seines Vaters, Dipl.-Ing. Erich Metzeltin eingeflossen.
2007 kamen die schifffahrtshistorische Bibliothek des ehemaligen Herausgebers von “Weyers Flottentaschenbuch”, Gerhard Albrecht, und die Bibliothek des bedeutenden Luftfahrthistorikers Peter Michael Grosz hinzu.
Neben den regulären Neuerwerbungen konnten in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren Hunderte kleinerer Sammlungen übernommen werden. Diese behandeln mit oft kostbaren und seltenen Büchern Einzelgebiete der Technikgeschichte.